Die USA und die transatlantischen Beziehungen

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Der kurz zuvor gewählte Präsident Donald Trump spricht im November 2016 bei einer Versammlung in New York © picture alliance / AP Photo

Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA hat die Regierungen in Berlin und anderen europäischen Hauptstädten zweifellos überrascht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Regierungswechsel in Washington diesseits des Atlantiks mit Erwartungen oder Befürchtungen überfrachtet wird. Die Programmatik, der Kommunikationsstil und auch das persönliche Temperament des neuen US-Präsidenten haben jedoch eine besonders intensive Debatte über die innen- wie außenpolitische Ausrichtung der USA und über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen entfacht.

Das Leitmotiv Trumps lautet »America First«: Statt als globale Ordnungsmacht aufzutreten, sollen die USA sich danach auf den Schutz der eigenen Grenzen, den Wiederaufbau der heimischen Industrie und auf die Stärkung der Infrastruktur, etwa des öffentlichen Verkehrswegenetzes, konzentrieren. Die Freihandelsverträge sollen daraufhin überprüft werden, ob und inwiefern sie den USA wirtschaftlich nutzen. Diese Programmatik hat in Deutschland und Europa Befürchtungen ausgelöst, die USA könnten als wichtiger Partner in Fragen der europäischen und internationalen Zusammenarbeit, beim Klimaschutz oder im globalen Handelssystem wegfallen.

Zugleich bleibt der politische Kurs der Trump-Administration mit großen Unsicherheiten behaftet. Das amerikanische System der »Checks and Balances«, der gegenseitigen Kontrolle der Gewalten, hat einigen Plänen des Präsidenten – etwa, ein Einreisestopp für Menschen aus bestimmten muslimisch geprägten Ländern zu verhängen – zunächst einen Riegel vorgeschoben.

Das Online-Dossier bündelt SWP-Analysen und Beiträge von SWP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zur Politik der neuen US-Administration sowie zu den transatlantischen Beziehungen während der Präsidentschaft Donald Trumps. Es gliedert sich in die Themenkomplexe »Außen-und Sicherheitspolitik«, »Innenpolitik und Gesellschaft« sowie »Wirtschaft und Handel«.

Literatur & Medienbeiträge

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Johannes Thimm

NATO: US Strategic Dominance and Unequal Burden-Sharing Are Two Sides of the Same Coin

The asymmetry in NATO contributions between the United States and Europa is no accident, Johannes Thimm writes. Europeans should not be too alarmed about President Trump’s threats to withdraw from the alliance – and instead follow their own priorities.

Point of View, September 2018
Laura von Daniels

On US Government Trade Policy

Trump’s ‘America First’ Policy Puts Pressure on the EU

SWP Comment 2018/C 36, September 2018, 4 Seiten
Johannes Thimm

Die Fälle Cohen und Manafort: »Trump hat gelogen - das ist jetzt amtlich«

Zweieinhalb Monate vor den Kongresswahlen steht US-Präsident Trump durch die Fälle Cohen und Manafort beschädigt da - aber was bedeuten die Fälle juristisch und politisch? USA-Experte Johannes Thimm legt im Interview dar, warum und wie die beiden Männer dem US-Präsidenten gefährlich werden können.

Interview von Jan Eger, in: heute.de, 22.08.2018 (online)
Johannes Thimm

Vom Ausnahmezustand zum Normalzustand

Die USA im Kampf gegen den Terrorismus

SWP-Studie 2018/S 16, August 2018, 39 Seiten
Lars Brozus

Trumps Stil wirkt langfristig

in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2018, Nr. 176, S. 8
Peter Rudolf

Aporien atomarer Abschreckung

Zur US-Nukleardoktrin und ihren Problemen

SWP-Studie 2018/S 15, Juli 2018, 29 Seiten
Laura von Daniels

Die Handelspolitik der US-Regierung

Trumps »America First«-Politik setzt die EU unter Druck

SWP-Aktuell 2018/A 40, Juli 2018, 4 Seiten
Marco Overhaus

Wer ist Freund, wer Feind?

Die Europareise von Donald Trump endete mit einem Treffen zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nachdem Trump Deutschland und andere EU-Staaten als Gegner bezeichnet hat, bleibt die Frage, wen er als Verbündeten ansieht. Hat die oft beschworene transatlantische Freundschaft noch Bestand? Wie sollte sich die EU zu Trump verhalten? Wie nah oder fern sind sich Russland und die USA? Was würde eine enge Beziehung zwischen Trump und Putin für Westeuropa bedeuten? Über diese und andere Fragen geht es im Redezeit-Themenabend auf NDR Info.

in: NDR Info, 17.07.2018 (online)
Marco Overhaus

Treffen Trump-Putin - Die EU könnte zerrieben werden

Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) rechnet unter US-Präsident Donald Trump mit einer Neujustierung des transatlantischen Verhältnisses. Die EU laufe Gefahr, zwischen den Machtblöcken Amerika, Russland und China zerrieben zu werden, sagt der Experte für US-amerikanische Sicherheitspolitik, Marco Overhaus.

Interview von Marion Trimborn, in: Neue Osnabrücker Zeitung, 16.07.2018 (online)
Marco Overhaus

Treffen in Helsinki: Was trauen Sie Trump und Putin zu?

Auf seiner Europareise hat US-Präsident Donald Trump viel diplomatisches Porzellan zerdeppert. So nennt er die EU einen Gegner. Jetzt trifft er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

in: WDR 5 Tagesgespräch, 16.07.2018 (online)
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