Krieg in Nahost
Am 7. Oktober 2023 griffen die Hamas und weitere Gruppierungen Israel an, verübten Massaker an der Zivilbevölkerung und entführten rund 250 Personen in den Gazastreifen. Der Nahostkonflikt trat damit in eine neue Phase ein. Auch die libanesische Hisbollah, die jemenitischen Huthi und syrische und irakische Milizen griffen Israel an. Der Konflikt weitete sich rasch in der Region aus. Die „Achse des Widerstands“ wurde im Folgenden durch Israel militärisch geschwächt. Im Gazastreifen wurden dabei Zehntausende getötet und die Lebensgrundlagen zerstört. Mit Donald Trumps „20-Punkte-Plan“ vom September 2025, der Verkündung eines Waffenstillstands im Oktober 2025 sowie der Gründung eines sogenannten Friedensrates, eines Exekutivgremiums und eines palästinensischen Verwaltungskomitee im Januar 2026 wurden die Weichen für die nächsten Schritte der Konfliktbearbeitung gestellt. Eine Befriedung ist gleichwohl nach wie vor nicht absehbar. Ende Februar 2026 griffen die USA und Israel militärische und zivile Ziele in Iran an und töteten den Obersten Führer, Ali Khamenei. Die Islamische Republik reagierte mit Gegenschlägen auf Israel, US-Basen in der Region und zivile Ziele in den arabischen Golfstaaten und darüber hinaus. Welche Interessen, Ressourcen und Handlungsoptionen haben die verschiedenen Akteure? Welche Szenarien sind plausibel? Welche Ansätze gibt es für eine nachhaltige Konfliktbearbeitung?
Kontakt
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Dr. Muriel Asseburg
Afrika und Mittlerer Osten (Senior Fellow)
Themenlinie Autokratisierung als Herausforderung für die deutsche und europäische Politik (Ko-Leitung)
Forschungsgebiete
- Israel
- Naher / Mittlerer Osten
- Palästinensische Gebiete
- Syrien
- Fragile Staaten
- Konflikte (innerstaatliche / Bürgerkriege)
- Konflikte (regionale und zwischenstaatliche)
- Nahostkonflikt
- Politische Ordnungen
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Dr. Azadeh Zamirirad
Afrika und Mittlerer Osten (Forschungsgruppenleiterin)

Publikationen
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Politologe: USA und Israel haben keine gemeinsamen Ziele mehr
Trotz Rahmenabkommen für einen Frieden zwischen den USA und dem Iran kämpfen Israel und die Hisbollah weiter. Peter Lintl von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht Israel in einer sehr schwierigen Situation.
Interview, in: rbb24 Inforadio, 22.06.2026 -
Nahostexperte: „Verbindung sollte man nicht für gegeben halten“
Die Beziehung zwischen den USA und Israel hat sich verschlechtert, die israelkritischen Stimmen in den USA werden lauter, so Nahostexperte Steinberg. Fehlende Unterstützung könnte für Israel gefährlich werden – und der Iran würde profitieren.
Interview, in: Studio 9, Deutschlandfunk Kultur, 19.06.2026 -
Von Teheran ausmanövriert – Washingtons »Friedensvereinbarung« ist teuer erkauft
Die Absichtserklärung der USA und Irans, den Krieg zu beenden, ist ein Erfolg der iranischen Kriegsstrategie. Bislang wurden dadurch nur Probleme gelöst, die erst durch den Krieg entstanden sind, meint Azadeh Zamirirad.
Kurz gesagt, 19.06.2026 -
Taking the Pulse: Is European Diplomacy on Iran Outdated?
in: Carnegie Europe, Commentary, 18.06.2026 -
Nahost - Chance auf Frieden oder ewiger Krieg?
Ist das jetzt der Durchbruch? Schon häufig hat US-Präsident Donald Trump einen Deal mit Iran und damit das baldige Kriegsende angekündigt. Geworden ist daraus bislang … nichts. Doch die aktuellen Meldungen klingen anders: Nicht nur die Amerikaner verkünden das Ende des Krieges in Nahost, auch Iran bestätigt den Stopp aller Militäreinsätze.
Diskussionsrunde, moderiert von Thomas G. Becker, in: Phoenix, Unter den Linden, 15.06.2026 (Video) -
Deal: was braucht es für die Unterzeichnung?
Interview, in: Deutschlandfunk -
Der Irankrieg verändert die Golfregion – Europa muss handeln
Ein Kriegsende am Golf würde Europa die Chance eröffnen, politisch und wirtschaftlich Einfluss zurückzugewinnen. Volker Perthes, Ex-UN-Untergeneralsekretär, zeigt, wo die Anknüpfungspunkte liegen.
Gastbeitrag, in: Handelsblatt, 11.06.2026 -
„Er muss diesen Krieg beenden“ – Nahostexperte Steinberg über Trumps Iran-Dilemma
F. A. Z. Podcast für Deutschland, 09.06.2026 (Paywall) -
The Axis of Resistance. Iran, Israel and the struggle for the Middle East.
An unconventional alliance has come to define the geopolitical dynamics of the Middle East. Since the 1979 Islamic Revolution, Iran has been building a sprawling web of regional allies – from Hezbollah in Lebanon to Shiite militias in Iraq, the Houthis in Yemen, and Hamas in Gaza – all aimed at challenging what they see as a US-led regional order and Israel’s military supremacy. But, after decades of expansion, has this alliance – the Axis of Resistance – reached its breaking point?
Polity Books, 2026, 276 Seiten -
The New Leaders Calling the Shots in Iran
in: Time, 09.05.2026