
US-Präsident Donald Trump an seinem Schreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses
© picture alliance / Consolidated News Photos | Samuel Corum - Pool via CNP
Die USA und die transatlantischen Beziehungen
Mit den Präsidentschafts- und Kongresswahlen 2024 haben die Wählerinnen und Wähler Donald J. Trump und der Republikanischen Partei ein eindeutiges Mandat für einen Kurswechsel in der US-Politik erteilt. Neben der Präsidentschaft sind beide Kammern des Kongresses fest im Griff der Make America Great Again (MAGA)-Bewegung. Deren Regierungsagenda wurde inhaltlich umfassend vorbereitet und mit entsprechendem Personal ausgestattet. Innenpolitisch haben Steuersenkungen, der Rückbau des Verwaltungsstaates und die Migrationspolitik Priorität. Trump beruft sich dabei auf eine weitreichende Auslegung exekutiver Befugnisse und missachtet grundlegende Verfassungsprinzipien, wie Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung. Außenpolitisch vollzieht die Trump-Administration eine Kehrtwende in der Ausgestaltung der internationalen Führungsrolle, die sich über verschiedene Politikfelder erstreckt. Anders als in der ersten Amtszeit Trumps ist der Wandel nicht mehr nur deklaratorischer Natur, sondern mit massiven negativen Auswirkungen für die Stabilität der internationalen Ordnung verbunden. Grundlegende völkerrechtliche Prinzipien, wie territoriale Integrität und Souveränität werden zugunsten einer transaktionalen Großmachtpolitik in Frage gestellt. Die daraus resultierende Unsicherheit und Unberechenbarkeit unterminiert militärische Allianzen in Europa und Asien. Zudem setzt eine erratische und teils willkürliche Zollpolitik das internationale Handels- und Finanzsystem unter Druck. Auch die traditionell partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Europa stehen wie zu keinem Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg zur Disposition.
Dieses Dossier bündelt SWP-Analysen und Beiträge von SWP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zur Politik der USA sowie zu den transatlantischen Beziehungen. Es gliedert sich in die Themenkomplexe Außen-und Sicherheitspolitik, Innenpolitik und Gesellschaft und Wirtschaft und Handel.
Literatur & Medienbeiträge
-
Flamingos, Filz und fiese Freunde: Korruption von A-lbanien bis U-SA
Die US-Wirtschaftsexpertin Laura von Daniels der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) nimmt das Finanzgebahren der US-Administration unter die Lupe und erklärt, wieso der US-Präsident so sehr auf Kryptowährung steht.
Interview von Barbara Kostolnik, in: BR24, Politik und Hintergrund, 24.07.2026 -
Rede an die Nation: Was Trump China vorwirft
Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen China und spricht von gestohlenen Wählerdaten.
Interview von Barbara Parente, in: ZDFheute (ab Min. 13), 17.07.2026 -
"Trumps Politik ist von Strategielosigkeit geprägt"
Gerade einen Tag hatte Trumps Ankündigung einer Maut für die Straße von Hormus Bestand. Der Politikwissenschaftler Sascha Lohmann sagt im Interview, das sei symptomatisch für Trumps Politikstil. Vom Fehlen einer Strategie profitiere Iran.
Interview von Eckart Aretz, in: tagesschau.de, 15.07.2026 -
"Täuschung gehört zu seinem politischen Schauspiel"
Donald Trump hat sein Vermögen während seiner Amtszeit so stark vermehrt wie noch kein US-Präsident vor ihm. Wie in so vielen anderen Bereichen reize er die Grenzen aus, sagt Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Interview von Till Bücker, in: tagesschau.de, 09.07.2026 -
Trump hat NATO-Gipfel-Choreografie gesprengt
Mit seinen Streitthemen und der Eskalation in Richtung Iran habe der US-Präsident alle Pläne der westlichen Partner zunichte gemacht, sagte Marco Overhaus auf NDR Info
Interview von Birgit Langhammer, in: NDR Info, 08.07.2026 -
Nato muss eine Botschaft nach innen und nach außen aussenden
Vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara glaubt der Politikwissenschaftler Marco Overhaus nicht an einen vollständigen Rückzug der USA. Die Europäer müssten dennoch mehr Verantwortung übernehmen - und täten das auch.
Interview von Sandra Schwarte, in: rbb24 Inforadio, 06.07.2026