
US-Präsident Donald Trump an seinem Schreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses
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Die USA und die transatlantischen Beziehungen
Mit den Präsidentschafts- und Kongresswahlen 2024 haben die Wählerinnen und Wähler Donald J. Trump und der Republikanischen Partei ein eindeutiges Mandat für einen Kurswechsel in der US-Politik erteilt. Neben der Präsidentschaft sind beide Kammern des Kongresses fest im Griff der Make America Great Again (MAGA)-Bewegung. Deren Regierungsagenda wurde inhaltlich umfassend vorbereitet und mit entsprechendem Personal ausgestattet. Innenpolitisch haben Steuersenkungen, der Rückbau des Verwaltungsstaates und die Migrationspolitik Priorität. Trump beruft sich dabei auf eine weitreichende Auslegung exekutiver Befugnisse und missachtet grundlegende Verfassungsprinzipien, wie Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung. Außenpolitisch vollzieht die Trump-Administration eine Kehrtwende in der Ausgestaltung der internationalen Führungsrolle, die sich über verschiedene Politikfelder erstreckt. Anders als in der ersten Amtszeit Trumps ist der Wandel nicht mehr nur deklaratorischer Natur, sondern mit massiven negativen Auswirkungen für die Stabilität der internationalen Ordnung verbunden. Grundlegende völkerrechtliche Prinzipien, wie territoriale Integrität und Souveränität werden zugunsten einer transaktionalen Großmachtpolitik in Frage gestellt. Die daraus resultierende Unsicherheit und Unberechenbarkeit unterminiert militärische Allianzen in Europa und Asien. Zudem setzt eine erratische und teils willkürliche Zollpolitik das internationale Handels- und Finanzsystem unter Druck. Auch die traditionell partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Europa stehen wie zu keinem Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg zur Disposition.
Dieses Dossier bündelt SWP-Analysen und Beiträge von SWP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zur Politik der USA sowie zu den transatlantischen Beziehungen. Es gliedert sich in die Themenkomplexe Außen-und Sicherheitspolitik, Innenpolitik und Gesellschaft und Wirtschaft und Handel.
Literatur & Medienbeiträge
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Multipolaritäten – Die Ordnungsvorstellungen der anderen
SWP-Studie 2026/S 07, 05.03.2026, 50 Seitendoi:10.18449/2026S07
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Iran vor dem Regimewechsel?
Nach den Luftangriffen Israels und der Vereinigen Staaten hat US-Präsident Trump die Bevölkerung aufgerufen, sich ihr Land zurückzuholen. Welche Folgen hat der Angriff? Gibt es erste Anzeichen eines Regimewechsels?
Interview mit Christoph Schäfer, in: Deutschlandfunk, zur Diskussion, 04.03.2026. -
«Bislang traut sich da keiner, offene Friktion zu zeigen»
Die USA haben gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Als Gründe nennt US-Präsident Donald Trump unter anderem das iranische Atomprogramm, das iranische Raketenprogramm und die Grausamkeit des Regimes.
Interview mit Katrin Hiss, in: SRF, Heute Morgen, 03.03.2026. -
Politologe Overhaus zum Iran: "Kalkuliertes Risiko für Trump"
Sollte es nicht zu einem Regimewechsel im Iran kommen, könnten die USA dennoch Erfolge des Einsatzes verbuchen.
Interview mit Stefan Schlag, in: NDR Info, 02.03.2026. -
„Er hat sich gemäßigt gezeigt, aber das wird nicht so bleiben“
Donald Trump nutzte die längste Rede zur Lage der Nation für Wahlkampfzwecke. Wirtschaftsdaten wurden teils falsch dargestellt, zentrale Wählergruppen gezielt angesprochen.
Interview mit Katja Losch, in: WELT TV, Die Welt am Mittag, 25.02.2026. -
Warten auf die Rückkehr der Industrie
In einigen Orten der Vereinigten Staaten verbinden sich mit den Strafzöllen von Donald Trump nach wie vor Hoffnungen auf neuen Wohlstand. So auch in den ehemaligen Stahlstädten, die unter Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlust leiden.
Interview mit Katja Bigalke, in: Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 25.02.2026.