
US-Präsident Donald Trump verlässt die Pressekonferenz beim Nato-Gipfel in Den Haag.
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Außen- und Sicherheitspolitik
In Trumps Außen- und Sicherheitspolitik gibt es kaum noch Gewissheiten. Er weckt Zweifel an den Bündnissen und Allianzen mit Partnern in Asien und Europa und stellt militärische Unterstützung und Sicherheitsgarantien der USA mehr oder weniger offen in Frage. Insbesondere bei Partnern, die stark von amerikanischer Militärhilfe abhängig sind - von der Ukraine bis Taiwan -, wächst die Verunsicherung. Zudem provoziert er mit Aussagen über territoriale Ambitionen der USA in Kanada, Grönland, Panama und Gaza. Gleichzeitig weckt Trump immer wieder Erwartungen, dass er Konflikte mit bisher aus amerikanischer Sicht antagonistischen Regimen wie Russland und China, aber auch Iran und Nordkorea beilegen könnte. In Lateinamerika beanspruchen die USA unter Trump eine Einflusssphäre, in der sie ihre Interessen mit militärischer Macht und ohne Rücksicht auf das Völkerrecht durchsetzen. Dies zeigt sich an den Militärschlägen gegen angebliche Drogenschmuggelbote, der Kommando-Aktion zur Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie der Seeblockade gegen Kuba.
Die außenpolitischen Eliten beider Parteien sehen nach wie vor den Aufstieg Chinas als zentrale strategische Herausforderung. Diese Wahrnehmung spiegelt sich auch in Trumps Handelskrieg mit China wider. Gleichzeitig ist unklar, ob und unter welchen Bedingungen Trump zu einer Deeskalation im Verhältnis mit China bereit wäre. Der Nahe Osten steht erneut im Fokus. Dort steht die Trump-Regierung bedingungslos an der Seite Israels und Dreh- und Angelpunkt der US-amerikanischen Nahost-Politik bleibt das Verhältnis zu Iran. Die Militärschläge gegen die Huthis, die wiederholten kriegerischen Handlungen gegen Iran – zunächst auf iranische Atomanlagen im Rahmen des 12-Tage Krieges und zuletzt in Form eines weitreichenden mehrwöchigen Luftkrieges mit globalen Auswirkungen – stehen im Widerspruch zu Trumps Wahlversprechen, keine neuen Kriege zu beginnen. Gegenüber den Golfstaaten setzt Trump auf enge Wirtschaftsbeziehungen ohne Vorbedingungen.
Literatur & Medienbeiträge
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Trump hat NATO-Gipfel-Choreografie gesprengt
Mit seinen Streitthemen und der Eskalation in Richtung Iran habe der US-Präsident alle Pläne der westlichen Partner zunichte gemacht, sagte Marco Overhaus auf NDR Info
Interview von Birgit Langhammer, in: NDR Info, 08.07.2026 -
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Das von den USA und dem Iran unterschriebene Abkommen, das die Kriegshandlungen beendet und weitere Verhandlungen vorsieht, bringt dem Iran viel, sagt der Politikwissenschaftler Sascha Lohmann - und Donald Trump in Erklärungsnot.
Interview mit Christoph Kober, in: rbb24 Inforadio, 18.06.2026. -
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Interview mit Kathrin Schlass, in: Das NDR 2 Update um 12, 08.04.2026. -
Langfristiges Ende des Iran-Krieges ungewiss
Ob die Waffenruhe halten wird, hänge davon ab, ob Iran Frachtschiffe durch die Straße von Hormus lassen wird, sagte Marco Overhaus von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Interview mit Liane Koßmann, in: NDR Info, 08.04.2026. -
Autokratien unter US-Vormundschaft
Venezuela, Kuba und die Interessen der Regierung Trump
SWP-Aktuell 2026/A 18, 02.04.2026, 8 Seitendoi:10.18449/2026A18
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Iran vor dem Regimewechsel?
Nach den Luftangriffen Israels und der Vereinigen Staaten hat US-Präsident Trump die Bevölkerung aufgerufen, sich ihr Land zurückzuholen. Welche Folgen hat der Angriff? Gibt es erste Anzeichen eines Regimewechsels?
Interview mit Christoph Schäfer, in: Deutschlandfunk, zur Diskussion, 04.03.2026.