Flucht und Migration

© pogonici/Shutterstock.com
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Wanderungsbewegungen nehmen weltweit zu. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits zwingen Verfolgung, gewaltsame Konflikte und damit einhergehende Menschenrechtsverletzungen immer mehr Menschen zur Flucht. Andererseits veranlassen auch wirtschaftliche Motive Menschen, ihre Herkunftsländer und -regionen zu verlassen, um sich und ihren Familien bessere Lebensperspektiven zu erschließen. Auch Naturkatastrophen und der Verlust von Lebensgrundlagen durch den Klimawandel können Gründe sein, sich für eine Wanderung zu entscheiden. Oft lassen sich die Wanderungsmotive nicht klar voneinander abgrenzen. Das erschwert die Unterscheidung zwischen Flüchtlingen, die zur Abwanderung gezwungen werden, und Migranten, die im weitesten Sinne freiwillig aufgrund wirtschaftlicher oder anderer Ursachen migrieren. Gleichwohl ist diese Unterscheidung rechtlich immer noch von größter Bedeutung, denn die Unterzeichnerstaaten der Genfer Flüchtlingskonvention sind zur Aufnahme und zum Schutz von Flüchtlingen verpflichtet, während sie über die Aufnahme von Migranten weitgehend souverän entscheiden können.

Das Dossier bietet einen Überblick über internationale Wanderungstrends und die Zusammenhänge von Flucht, Vertreibung, Migration und Entwicklung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Flucht und Migration, auf Entwicklungen in der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik sowie auf der Migrations- und Flüchtlingspolitik einzelner Staaten. Jedes Kapitel enthält eine Zusammenstellung aktueller Publikationen von SWP-Autorinnen und -Autoren zum Thema.

SWP-Aktuell

Uwe Halbach
Militarisierungsprozesse im Südkaukasus

Aufrüstung und Kriegsrhetorik im Umfeld ungelöster Territorialkonflikte


Günther Maihold, Zirahuén Villamar
Mexiko – ein neuer politischer Aufbruch

Unklare Perspektiven der Präsidentschaft von Andrés Manuel López Obrador


SWP-Studien

Peter Rudolf
Aporien atomarer Abschreckung

Zur US-Nukleardoktrin und ihren Problemen


Janis Kluge
Russlands Staatshaushalt unter Druck

Finanzielle und politische Risiken der Stagnation