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Innenpolitik und Gesellschaft in Russland

Innenpolitische Entwicklungen in Russland sind aufs Engste mit dem Verlauf des Krieges gegen die Ukraine verknüpft. Seit 2022 haben das Putin-Regime und die Gesellschaft mehrere Phasen durchlaufen: Nach dem Beginn der vollumfänglichen Invasion weitete der Staat Repressionen und Verfolgung von Kriegsgegner:innen massiv aus. Die militärischen Misserfolge 2022 und 2023 führten zu innenpolitischen Verwerfungen, die in der Meuterei der Wagner-Gruppe Jewgenij Prigoschins gipfelten. Danach konsolidierte sich das Putin-Regime politisch und wirtschaftlich. Im März 2024 wurde Wladimir Putin in einer manipulierten Abstimmung für weitere sechs Jahre im Kreml bestätigt. 2025/2026 wandelte sich das Verhältnis zwischen Krieg und russischer Innenpolitik abermals. Der kriegsbedingte Wirtschaftsboom flaute ab und wich einer strukturellen Wirtschaftskrise, die sich spürbar auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung auswirkt. Wegen der zunehmenden Anzahl ukrainischer Luftangriffe auf russisches Territorium kann die politische Führung die Bevölkerung immer weniger vom Krieg isolieren. Erstmals seit 2023 scheint die Resilienz des Putin-Regimes bedroht zu sein.

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