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CDR-Maßnahmen für die nächste Dekade der EU-Klimapolitik (CDRnext)

Als Teil der BMFTR-Förderlinie CDRterra werden im Projekt CDRnext Strategien für die Hochskalierung von Verfahren zur dauerhaften Kohlendioxid-Entnahme (Carbon Dioxide Removal, CDR) bis 2040 geprüft und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht die Ausarbeitung tragfähiger politischer Entwicklungspfade, die die regulatorischen, ökonomischen und technologischen Dimensionen interdisziplinär zusammenführen. Ausgehend von einem Brownfield-Ansatz untersucht das Projekt, wie sich dauerhafte CDR-Verfahren in bestehende regulatorische Rahmenbedingungen und Marktmechanismen integrieren lassen. Hierzu werden Erfahrungen aus den Strom-, Gas- und Wasserstoffmärkten analysiert, um zu ermitteln, wie bestehende und sich herausbildende Regulierungs- und Marktarchitekturen angepasst werden können, um den Hochlauf von CDR zu unterstützen.

Betrachtet wird die mögliche Einbettung von CDR-Methoden in die kommende EU-Klimagovernance unter der Berücksichtigung von Kohärenzanforderungen über verschiedene Politikebenen hinweg sowie von Fragen des Marktdesigns. Auf dieser Grundlage entwickelt CDRnext Vorschläge für Politikinstrumente, die mit langfristigen Klimazielen vereinbar sind und zugleich wirtschaftliche Tragfähigkeit, strategische Prioritäten und die Dynamik internationaler klimapolitischer Regime beachten.

Das SWP-Projektteam ist innerhalb des interdisziplinären Konsortiums für die Analyse und Synthese internationaler sowie EU-rechtlicher Governance-Rahmen für dauerhafte CDR verantwortlich. Im Fokus steht das Zusammenspiel zwischen sich herausbildenden internationalen Governance-Strukturen für CDR und der Architektur der EU-Klima- und Energiepolitik, einschließlich der Rolle der EU bei der Ausgestaltung internationaler Regeln und Normen. Dazu gehört die Untersuchung absehbarer und sich entwickelnder Schnittstellen, beispielsweise der externen Dimension des European Green Deal, Fragen der internationalen Lastenteilung beim Hochlauf von CDR sowie Bezüge zu Instrumenten wie dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und Artikel 6 des Pariser Abkommens.

Darüber hinaus ist die SWP für die konsortialübergreifende Synthese der Forschungsergebnisse verantwortlich, mit dem Ziel, strategische Optionen für die Skalierung dauerhafter CDR-Verfahren und deren marktliche Einbettung zu identifizieren. Durch die Verbindung theoretischer Erkenntnisse aus den Arbeitspaketen von CDRnext mit praxisorientiertem Wissen – unter kontinuierlicher Einbindung politischer Entscheidungsträger, Behörden, wirtschaftlicher Akteure und organisierter Zivilgesellschaft – leistet das Projekt einen Beitrag zur Weiterentwicklung der EU-Klimapolitikinstrumente für den Zeitraum 2031–2040.

Finanziert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Projektlaufzeit: 01. November 2025 – 31. Oktober 2028