Direkt zum Seiteninhalt springen

Klimastrategien der EU

Die EU ist nach wie vor eine treibende Kraft im globalen Klimaschutz. Die 2017 bereits erreichten Emissionsminderungen von 22 Prozent und das für 2030 vereinbarte Ziel von 55 Prozent (beides im Vergleich zu 1990) sichert den Europäern in der Gruppe der Industrieländer einen Spitzenplatz. Bei der Frage der EU-internen Differenzierung treten jedoch immer wieder erhebliche Konflikte auf, vor allem zwischen den ambitionierten Mitgliedstaaten Nordwesteuropas und den weniger ehrgeizigen Regierungen Mittelosteuropas. Dies zeigte sich auch bei den Verhandlungen über ein Treibhausgasneutralitätsziel bis 2050 sowie über die Verschärfung der Zielmarke für Emissionsminderungen bis 2030.

In den nächsten Jahren wird im Mittelpunkt der EU-Klimapolitik vor allem eine Neuausrichtung entlang des von der EU-Kommission konzipierten »Green Deal« stehen. Dabei werden verschiedene Politikfelder wie die Finanz-, Agrar-, Handels- und die Entwicklungspolitik einbezogen. Zum anderen wird die EU mit ihren internationalen Partnern daran arbeiten müssen, die wichtigsten Beschlüsse des Pariser Abkommens mit Leben zu füllen. Dies gilt nicht nur für den fünfjährigen Überprüfungszyklus (global stocktake) der nationalen Beiträge (NDCs) der 196 Vertragsstaaten, sondern auch für Technologieoptionen zur Erreichbarkeit des 2-Grad bzw. des 1,5-Grad-Ziels.

Literaturliste

Medienbeiträge