Wolfgang Richter

Erneuerung der nuklearen Abschreckung

Die USA wollen nukleare Einsatzoptionen und globale Eskalationsdominanz stärken

SWP-Aktuell 2018/A 15, März 2018, 8 Seiten

In der Nuclear Posture Review vom Februar 2018 kündigt die Trump-Administration an, die Nuklearwaffen der USA umfassend zu modernisieren. Sie will alle strategischen Systeme ersetzen, atomare Gefechtsköpfe mit niedriger Sprengkraft beschaffen, die Reichweite luftgestützter Marschflugkörper erhöhen und seegestützte substrategische Systeme nuklear bewaffnen. Ziel ist es, der unterstellten Bedrohung durch Russland, China, Nordkorea und Iran mit globaler militärischer Dominanz zu begegnen. Dazu sollen die nuklearen Einsatzoptionen erweitert und die Lastenteilung mit Alliierten ausgebaut werden, um die nukleare Abschreckung zu stärken. Dies wird die künftige Rüstungskontrolle bestimmen, die Glaubwürdigkeit der globalen Nichtverbreitungspolitik beeinflussen und sich auf die nukleare Teilhabe in der Nato auswirken. Eine neue Debatte über die Nukleardoktrin der Allianz ist daher unausweichlich. Deutschland muss sich dazu positionieren.

SWP-Studie

Hanns Günther Hilpert, Oliver Meier (Hg.)
Facetten des Nordkorea-Konflikts

Akteure, Problemlagen und Europas Interessen


Margarete Klein
Russlands Militärpolitik im postsowjetischen Raum

Ziele, Instrumente und Perspektiven