Susanne Dröge, Kirsten Westphal

Schiefergas für ein besseres Klima?

Die Fracking-Revolution in den USA setzt die europäische und die internationale Klimapolitik unter Druck

SWP-Aktuell 2013/A 44, Juli 2013, 8 Seiten

Regionen:

USA

Der amerikanische Schiefergasboom hat Auswirkungen auf die europäische und internationale Klimapolitik. Da in den Vereinigten Staaten inzwischen mehr Erdgas als Kohle verbraucht wird, sinken dort die klimaschädlichen Emissionen. Die USA erhoffen sich eine dauerhafte Verbesserung ihrer Treibhausgasbilanz. Allerdings strahlt der Boom international nicht aus. Vielmehr ist es fraglich, ob Schiefergas global einen positiven Emissionstrend anstoßen kann, solange die Nachfrage nach Kohle weiter steigt. Aus derzeitiger Sicht ist allenfalls eine gemischte globale Klimabilanz zu erwarten, da die Zukunft der Gasnutzung von den umwelt- und energiepolitischen Entscheidungen in den USA und anderen Staaten abhängt. Auch die internationalen Marktentwicklungen sind mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der politischen Tragweite des Gasbooms in den USA steht die europäische und die internationale Klimapolitik aber vor ganz neuen, unerwarteten Herausforderungen.

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