Susan Stewart

Russische Außenpolitik im postsowjetischen Raum

Das Baltikum, die westliche GUS und der Südkaukasus im Vergleich

SWP-Studie 2010/S 05, März 2010, 38 Seiten

In der Studie werden Inhalte und Logik der russischen Politik im postsowjetischen Raum untersucht. In den Beziehungen zu allen untersuchten Ländern (außer Estland) liegt ein starker Schwerpunkt der russischen Politik auf dem Energiesektor. Weitere Schwerpunkte sind der Umgang mit separatistischen Konflikten sowie Geschichtsfragen. Wirtschaftliche und militärische Fragen spielen eine wahrnehmbare, aber geringere Rolle. Wichtiger als die konkreten Schwerpunkte ist der Stil des russischen Umgangs mit den Nachbarländern. Dieser Stil fußt auf einem hegemonialen Verständnis, bei dem Russland als dominanter Staat versucht, die Handlungen der anderen Staaten in seinem Sinne zu steuern. Falls diese Steuerungsversuche nicht gelingen, werden nicht selten »Strafmaßnahmen« von der russischen Seite verhängt, in der Hoffnung, dass die Nachbarländer dann auf den russischen Kurs einlenken. Diese Strategie funktioniert allerdings nur begrenzt und führt eher zu Versuchen dieser Länder, sich allmählich vom russischen Einfluss zu lösen.

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