Hanns Günther Hilpert, Stormy-Annika Mildner (Hg.)

Nationale Alleingänge oder internationale Kooperation?

Analyse und Vergleich der Rohstoffstrategien der G20-Staaten

SWP-Studie 2013/S 01, Februar 2013, 228 Seiten

Die Entwicklungen auf den Märkten für Mineralien und Metalle stellen sowohl Unternehmen als auch Regierungen vor große Herausforderungen. Seit der Jahrtausendwende sind die Preise deutlich gestiegen und schwanken stark. Angebot und Nachfrage sind auf vielen Metallmärkten geographisch und unternehmerisch konzentriert, der Staat interveniert zunehmend häufiger auf den Rohstoffmärkten. Zudem sind Rohstoffe ein interessantes Spekulationsobjekt geworden. In der Konsequenz funktionieren die Marktmechanismen oftmals nur unbefriedigend.

Die genannten Herausforderungen lassen sich nicht im nationalen Alleingang bewältigen. Denn politische Maßnahmen, die auf nationaler Ebene zunächst rational erscheinen, können im ungünstigen Fall kollektiv schlechte Ergebnisse auf globaler Ebene herbeiführen. Multilaterale Governance-Ansätze für die Mineralien- und Metallmärkte allerdings gibt es bislang so gut wie keine. Die Unterschiede in den Interessen, Ordnungsvorstellungen, Zielen und Instrumenten der G20-Staaten stehen einer wirkungsvollen internationalen Rohstoffgovernance entgegen.

An dieser Stelle setzt die Studie an. Ihr geht es darum, Chancen und Herausforderungen einer verstärkten internationalen Kooperation auszuloten, indem sie die Rohstoffsituationen sowie die rohstoffpolitischen Strategien und Instrumente der G20-Länder systematisch erfasst.

Die Studie »Nationale Alleingänge oder internationale Kooperation?« ist ein Kooperationsprojekt der SWP und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Inhalt

Manfred Dalheimer (BGR) / Henri Pierre Gebauer (BGR)
Vorwort
S.5

Hanns Günther Hilpert / Stormy-Annika Mildner
Problemstellung und Empfehlungen
S.7-9

Hanns Günther Hilpert / Stormy-Annika Mildner
Einleitung: Globale Rohstoffmärkte - Nationale Rohstoffpolitiken
S.11-17

Hanns Günther Hilpert / Stormy-Annika Mildner
Länderauswahl und Ergebnisse
S.18-25

Claudia Zilla
Argentinien
S.26-32

Gitta Lauster
Australien
S.33-42

Claudia Zilla
Brasilien
S.43-49

Hanns Günther Hilpert
China
S.50-58

Stormy-Annika Mildner / Julia Howald
Deutschland
S.59-68

Stormy-Annika Mildner / Julia Howald
Die Europäische Union (EU)
S.69-78

Florian Wassenberg
Frankreich
S.79-85

Jannic Horne / Christian Wagner
Indien
S.86-92

Franziska Killiches
Indonesien
S.93-99

Malte Paolo Benjamins / Hanns Günther Hilpert
Italien
S.100-104

Hanns Günther Hilpert
Japan
S.105-112

Petra Dolata
Kanada
S.113-120

Claudia Zilla
Mexiko
S.121-127

Ognian N. Hishow
Russland
S.128-135

Eckart Woertz
Saudi-Arabien
S.136-142

Denis M. Tull
Südafrika
S.143-149

Hanns Günther Hilpert
Südkorea
S.150-157

Günter Seufert
Türkei
S.158-163

Anja Dahlmann / Johannes Häußler
Das Vereinigte Königreich
S.164-171

Stormy-Annika Mildner / Julia Howald
Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA)
S.172-180

Annex
S.181-228

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Claudia Zilla
Kein lateinamerikanischer Frühling

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