Wirtschaft und Handel

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In der Wirtschaftspolitik rüttelt Donald Trump als neuer US-Präsident an den Grundfesten der liberalen Ordnung. Im Wahlkampf gelang es ihm, mit einer offen protektionistischen Agenda neben konservativen Stammwählern der Republikaner auch Wählergruppen an sich zu binden, die traditionell eher in das demokratische Lager gehörten. Trump versprach, aus seiner Sicht unfaire Handelsabkommen aufzukündigen und mit Strafzöllen gegen günstige Importe aus China und Mexiko vorzugehen. Er will damit die heimische Industrie stärken und neue Arbeitsplätze in den USA schaffen.

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit kündigte Trump das bereits fertig ausgehandelte Abkommen der USA mit elf Pazifikstaaten (TPP) auf. Nachdem er auch den Nachbarn Mexiko und Kanada zunächst mit der Aufkündigung des drei Jahrzehnte alten NAFTA-Abkommens drohte, will er dieses nun immerhin neu verhandeln.

Auf Deutschland und die EU erhöhte der US-Präsident den Druck, ihre Leistungsbilanzüberschüsse aus dem Export in die USA abzubauen. Seitdem hat Trump bereits Strafzölle auf Stahlimporte einzelner deutscher Firmen erhoben, denen die US-Regierung den Vorwurf machte, ihre Produkte zu »Dumping-Preisen« auf den Markt zu werfen. Auch Holzimporte aus Kanada hat der US-Präsident schon mit Einfuhrzöllen belegt.

Noch ist unklar, ob Trump tatsächlich bereit und fähig ist, vermeintlich amerikanische Interessen gegenüber internationalen Partnern durchzusetzen, insbesondere dann, wenn er damit gegen die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) verstößt.

Literatur & Medienbeiträge

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Laura von Daniels

Protektionismus mit negativen Folgen

Nach vier bis acht Jahren Trump könnte die US-Wirtschaft ihre Innovationskraft, für die sie heute bewundert wird, einbüßen, sagt Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

in: 3sat, Sendung makro, 28.09.2018 (online)
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"Zunehmend Kritik an Trumps Handelspolitik"

In den US-Konzernen wird Kritik an der Handelspolitik Trumps laut. Mit welchen Folgen, ist unklar, sagt Ökonomin Laura von Daniels.

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Laura von Daniels

On US Government Trade Policy

Trump’s ‘America First’ Policy Puts Pressure on the EU

SWP Comment 2018/C 36, September 2018, 4 Seiten
Laura von Daniels

Die Handelspolitik der US-Regierung

Trumps »America First«-Politik setzt die EU unter Druck

SWP-Aktuell 2018/A 40, Juli 2018, 4 Seiten
Evita Schmieg

Macht im internationalen Handelssystem

Die Trump-Administration riskiert, die Welthandelsordnung zu zerstören

SWP-Aktuell 2018/A 37, Juli 2018, 4 Seiten
Bettina Rudloff

Yes, he can: Trump provoziert einen Handelskrieg

Die klügere EU gibt bei WTO-Regeln nicht nach, aber bei weiterer Zolleskalation

SWP-Aktuell 2018/A 36, Juli 2018, 4 Seiten
Laura von Daniels,

Der Iran und der Dollar als Waffe - Brauchen wir eine deutsche Iran-Bank?

Europäische Unternehmen, die mit dem Iran handeln, bekommen keine Kredite, denn die Investoren fürchten amerikanische Strafmaßnahmen. Helfen könnte hier eine deutsche Iran-Bank.

Interview von Liane von Billerbeck, in: Deutschlandfunk Kultur, 09.07.2018 (online)
Laura von Daniels

Friedensgespräch und Handelskrieg

Ein Handelskrieg scheint kaum noch vermeidbar. Was hätte er für Folgen? Steht Europa vor einer Zerreißprobe? Ist die Zeit der transatlantischen Freundschaft vorbei? Über diese und andere Fragen geht es im Redezeit-Themenabend auf NDR Info.

in: NDR Info, 13.06.2018 (online)
Laura von Daniels

Eine deutsche Iran-Bank könnte das Atomabkommen retten

Ein Anreiz für den Iran, auch nach dem US-Ausstieg die Bedingungen des Nuklearabkommens zu erfüllen, liegt darin, große private Investitionsprojekte ins Land zu holen. Laura von Daniels schlägt daher die Einrichtung einer deutschen Iran-Bank vor, die solche Investitionen ermöglichen könnte.

Kurz gesagt, Juni 2018
Laura von Daniels

Trump Goes it Alone: Europe at a Loss?

US President Donald Trump is unyielding in his stance on protective tariffs on steel and aluminum. What are the consequences? Will it unite Europeans? Or divide them?

in: Deutsche Welle, 07.06.2018 (online)
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Wolfgang Richter
Der INF-Vertrag vor dem Aus

Ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf könnte dennoch verhindert werden


Bettina Rudloff, Isabelle Werenfels
Vertieftes EU-Handelsabkommen mit Tunesien: Gut gemeint ist nicht genug

Schlecht gerüstetes Tunesien und ratlose EU