Wirtschaft und Handel

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In der Wirtschaftspolitik rüttelt Donald Trump als neuer US-Präsident an den Grundfesten der liberalen Ordnung. Im Wahlkampf gelang es ihm, mit einer offen protektionistischen Agenda neben konservativen Stammwählern der Republikaner auch Wählergruppen an sich zu binden, die traditionell eher in das demokratische Lager gehörten. Trump versprach, aus seiner Sicht unfaire Handelsabkommen aufzukündigen und mit Strafzöllen gegen günstige Importe aus China und Mexiko vorzugehen. Er will damit die heimische Industrie stärken und neue Arbeitsplätze in den USA schaffen.

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit kündigte Trump das bereits fertig ausgehandelte Abkommen der USA mit elf Pazifikstaaten (TPP) auf. Nachdem er auch den Nachbarn Mexiko und Kanada zunächst mit der Aufkündigung des drei Jahrzehnte alten NAFTA-Abkommens drohte, will er dieses nun immerhin neu verhandeln.

Auf Deutschland und die EU erhöhte der US-Präsident den Druck, ihre Leistungsbilanzüberschüsse aus dem Export in die USA abzubauen. Seitdem hat Trump bereits Strafzölle auf Stahlimporte einzelner deutscher Firmen erhoben, denen die US-Regierung den Vorwurf machte, ihre Produkte zu »Dumping-Preisen« auf den Markt zu werfen. Auch Holzimporte aus Kanada hat der US-Präsident schon mit Einfuhrzöllen belegt.

Noch ist unklar, ob Trump tatsächlich bereit und fähig ist, vermeintlich amerikanische Interessen gegenüber internationalen Partnern durchzusetzen, insbesondere dann, wenn er damit gegen die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) verstößt.

Literatur & Medienbeiträge

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Laura von Daniels

Die Handelspolitik der US-Regierung

Trumps »America First«-Politik setzt die EU unter Druck

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Evita Schmieg

Macht im internationalen Handelssystem

Die Trump-Administration riskiert, die Welthandelsordnung zu zerstören

SWP-Aktuell 2018/A 37, Juli 2018, 4 Seiten
Bettina Rudloff

Yes, he can: Trump provoziert einen Handelskrieg

Die klügere EU gibt bei WTO-Regeln nicht nach, aber bei weiterer Zolleskalation

SWP-Aktuell 2018/A 36, Juli 2018, 4 Seiten
Laura von Daniels,

Der Iran und der Dollar als Waffe - Brauchen wir eine deutsche Iran-Bank?

Europäische Unternehmen, die mit dem Iran handeln, bekommen keine Kredite, denn die Investoren fürchten amerikanische Strafmaßnahmen. Helfen könnte hier eine deutsche Iran-Bank.

Interview von Liane von Billerbeck, in: Deutschlandfunk Kultur, 09.07.2018 (online)
Laura von Daniels

Friedensgespräch und Handelskrieg

Ein Handelskrieg scheint kaum noch vermeidbar. Was hätte er für Folgen? Steht Europa vor einer Zerreißprobe? Ist die Zeit der transatlantischen Freundschaft vorbei? Über diese und andere Fragen geht es im Redezeit-Themenabend auf NDR Info.

in: NDR Info, 13.06.2018 (online)
Laura von Daniels

Eine deutsche Iran-Bank könnte das Atomabkommen retten

Ein Anreiz für den Iran, auch nach dem US-Ausstieg die Bedingungen des Nuklearabkommens zu erfüllen, liegt darin, große private Investitionsprojekte ins Land zu holen. Laura von Daniels schlägt daher die Einrichtung einer deutschen Iran-Bank vor, die solche Investitionen ermöglichen könnte.

Kurz gesagt, Juni 2018
Laura von Daniels

Trump Goes it Alone: Europe at a Loss?

US President Donald Trump is unyielding in his stance on protective tariffs on steel and aluminum. What are the consequences? Will it unite Europeans? Or divide them?

in: Deutsche Welle, 07.06.2018 (online)
Laura von Daniels

"Die Nachteile der US-Sanktionen überwiegen heute die Vorteile des Iran-Geschäfts"

Die EU will europäischen Firmen verbieten, sich an jene Sanktionen zu halten, die von den USA für Geschäfte mit dem Iran angedroht werden. Laura von Daniels erklärt, was das für US-Geschäfte bedeutet.

Interview von Niklas Dummer, in: WirtschaftsWoche, 19.05.2018 (online)
Laura von Daniels

US-Strafmaßnahmen gegen China gefährden die globale Handelsordnung

Donald Trump will die US-Amerikaner vor »Diebstahl geistigen Eigentums« schützen. Die zu erwartenden Strafmaßnahmen richten sich vor allem gegen China, würden aber auch der EU schaden – und der Welthandelsorganisation, meint Laura von Daniels.

Kurz gesagt, Februar 2018
Laura von Daniels

US-Steuerreform: »Historisch ungerecht«

Die Republikaner feiern die US-Steuerreform als historisch. Sie nutze allen US-Bürgern. Doch viele bezweifeln das, und Laura von Daniels, Expertin für US-Finanzen, gibt ihnen Recht.

Interview von Tai Becker, in: heute.de, 20.12.2017 (online)
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Uwe Halbach
Militarisierungsprozesse im Südkaukasus

Aufrüstung und Kriegsrhetorik im Umfeld ungelöster Territorialkonflikte


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Unklare Perspektiven der Präsidentschaft von Andrés Manuel López Obrador


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