Oliver Thränert

Von »Atomen für den Frieden« zu Atomen für den Krieg?

Die Zukunft der Kernenergie und die Gefahren der nuklearen Proliferation

SWP-Studie 2010/S 15, Juni 2010, 31 Seiten

Die friedliche Nutzung der Kernenergie scheint international auf dem Vormarsch. Triebkräfte sind ein stetig steigender globaler Energiebedarf, das Bedürfnis vieler Staaten nach Energiesicherheit, die im Zeichen des Klimawandels notwendigen Emissionsbeschränkungen sowie instabile Preise für Öl und Gas. Ob diese Faktoren den Anteil der Kernenergie an der globalen Stromerzeugung tatsächlich steigern werden, ist allerdings fraglich, da Kernenergiekritiker der Auffassung sind, die Nuklearindustrie sei gar nicht in der Lage, Atomkraftwerke im erforderlichen Umfang zu bauen. Unbestritten ist jedoch, dass immer mehr Länder, die bislang keine Erfahrung mit der industriellen Nutzung der Kernenergie haben, entsprechendes Interesse anmelden. Gemutmaßt wird, einige von ihnen wollten sich auch eine Atomwaffen-Option verschaffen.

 

Diese Studie behandelt folgende Fragen:

  • Welche Perspektiven hat die friedliche Nutzung der Kernenergie?
  • Welche Gefahren der militärischen Zweckentfremdung sind damit verknüpft?
  • Welche Lösungswege gibt es, um bei der friedlichen Nutzung des Atoms den Bau von Atomwaffen ausschließen zu können?

SWP-Aktuell

Steffen Angenendt, Anne Koch
Wie Deutschland den Globalen Pakt für Migration nutzen kann

Chancen für nationale Reformen und internationale Zusammenarbeit


Günther Maihold, Philipp Wesche
Kolumbien auf dem Weg zum Minimalfrieden

Der Friedensprozess gerät ins Stocken