Susanne Dröge

Klimaverhandlungen in Warschau

Hängepartie trotz Countdown für ein neues Abkommen?

SWP-Aktuell 2013/A 64, November 2013, 4 Seiten

Vom 11. bis 22. November 2013 treffen sich die Vertragsstaaten der VN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Warschau. Sie sollen daran arbeiten, dass 2015 ein neues, umfassendes Abkommen verabschiedet werden kann, das die internationale Klimapolitik für die Zeit nach 2020 regelt. Für dieses Abkommen wird die Festlegung von Emissionszielen flexibel ausgestaltet werden müssen, wenn auch die Schwellenländer und die USA an Bord kommen sollen. Zudem sind seit den 1990er Jahren die Anpassung an den Klimawandel und die Finanzierung der Klimapolitik immer wichtiger geworden und werden integraler Bestandteil des künftigen globalen Abkommens sein. Während Gastgeber Polen die Erwartungen an den Verhandlungsprozess dämpft, verlangt die Generalsekretärin der UNFCCC angesichts der drängenden Probleme und des Zeitdrucks durchgreifende Erfolge in Warschau. Für die EU und Deutschland wird es abermals darum gehen, die Verhandlungen voranzubringen, obwohl eigene Zusagen zu Klimaschutz und Klimafinanzierung noch ausstehen.