Stefan Mair

Kenias Weg in die Mehrparteiendemokratie

Von Uhuru über Harambee und Nyayo erneut zur Uhuru

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Dezember 1993, 144 Seiten ISBN 3-7890-3475-4 [AMP, Bd. 35]

Parolen aus dem Suaheli haben eine große Bedeutung in der kenianischen Politik. Im Widerstand gegen die Kolonialmacht wurde der Ruf nach Uhuru, Befreiung, laut. Die Demokratisierungsbewegung versuchte ihren Kampf gegen das autoritäre Einparteiensystem als erneute Uhuru zu stilisieren. Mehr als ein Jahr nach den ersten Mehrparteienwahlen seit 1966 steht das Gelingen dieser zweiten Befreiung immer noch in Frage. Das zähe Beharrungsvermögen staatlicher autoritärer Verhaltensweisen und demokratiehemmende soziale Strukturen sind die wichtigsten Hemmnisse. Ein Scheitern der Demokratisierung Kenias hätte nicht nur eine negative Signalwirkung für politische Öffnungsprozesse in anderen afrikanischen Staaten, sondern würde auch einen schweren Rückschlag für eine geänderte Entwicklungspolitik wichtiger Geldgeber bedeuten, die den politischen Rahmenbedingungen großes Gewicht für wirtschaftliche und soziale Entwicklung einräumt. Die Studie untersucht detailreich Akteure, Ursachen und Verlauf des Demokratisierungsprozesses in Kenia und schließt mit einem Ausblick auf die politische Zukunft des ostafrikanischen Landes.

 

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