Joachim Glaubitz

Fremde Nachbarn: Tokyo und Moskau

Ihre Beziehungen vom Beginn der 70er Jahre bis zum Ende der Sowjetunion

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Januar 1992, 258 Seiten ISBN 3-7890-1149-5 [IPS, Bd. 19]

Die Studie untersucht das Verhältnis zwischen Japan und der Sowjetunion sowohl im Hinblick auf die bilateralen Probleme als auch im erweiterten Kontext der chinesisch-sowjetischen Rivalität. Japan, rohstoffhungrig und hochindustrialisiert, ist unmittelbarer Nachbar des an Energieträgern und Grundstoffen reichen Rußland. Dennoch blieben sich die Nachbarn fremd. Der äußere Grund dafür ist die sowjetische Annexion von vier Inseln am Südende der Kurilen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Studie untersucht Chancen und Hemmnisse einer Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Nachbarn vom Beginn der 70er Jahre bis zum Ende der Sowjetunion. Sie behandelt die Probleme bei der Erschließung Sibiriens, die Wirtschaftsbeziehungen, die wechselseitige sicherheitspolitische Wahrnehmung und die Territorialfrage, die den gesamten Komplex der Beziehungen seit über vier Jahrzehnten bestimmt. Die Untersuchung stellt die bilateralen Spannungen in den Kontext der chinesisch-sowjetischen Rivalität und des japanisch-amerikanischen Bündnisses. Sie prüft schließlich die Voraussetzungen für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen Japan und Rußland.