Nadine Godehardt

Pekings zweigleisige Politik gegenüber Pjöngjang

Zwischen Sanktionen und wirtschaftlicher Kooperation – kein Wandel in Chinas Nordkorea-Politik

SWP-Aktuell 2013/A 32, Juni 2013, 8 Seiten

Nordkorea ist Chinas engster Verbündeter. Seit Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages von 1961 sind Peking und Pjöngjang verpflichtet, sich im Konfliktfall gegenseitig Beistand zu leisten. Auch wenn die ideologische Verbundenheit zwischen beiden Staaten inzwischen kaum mehr eine Rolle spielt, ist China bis heute mit keinem anderen Land ein ähnliches Bündnis eingegangen. Gleichzeitig gibt es keine andere Staatsführung, die China so häufig brüskiert hat wie das Regime in Pjöngjang. Nach dem dritten Atomwaffentest Nordkoreas am 12. Februar 2013 ist vor allem in den USA und Europa die Ansicht vorherrschend, dass China nur seinen Einfluss gegenüber Pjöngjang nutzen müsse, um das nordkoreanische Problem ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Pekings Reaktionen sind bislang jedoch eher zurückhaltend. Ein grundlegender Wandel der chinesischen Nordkorea-Politik ist nicht zu erkennen.

SWP-Studie

Sabine Fischer
Der Donbas-Konflikt

Widerstreitende Narrative und Interessen, schwieriger Friedensprozess


Barbara Lippert, Nicolai von Ondarza, Volker Perthes (Hg.)
Strategische Autonomie Europas

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