Nicolai von Ondarza

Steiniger Weg für Großbritannien und die EU

Eine Übergangsphase nach dem Brexit erfordert eine maßgeschneiderte Lösung

SWP-Aktuell 2017/A 78, Dezember 2017, 8 Seiten

Die Verständigung auf ein Übergangsregime ist der wichtigste mittelfristige Baustein in der zweiten Phase der Brexit-Verhandlungen. Im März 2019 soll Großbritanniens Austritt aus der EU vollzogen sein, doch bis dahin wird es kein ausgehandeltes Abkommen über die künftigen Beziehungen geben. An einem abrupten Ende ist indes keine der beiden Seiten interessiert. Daher hat Großbritannien um eine Übergangsregelung gebeten und auch die EU-27 ziehen eine solche Lösung in Betracht. Einfach wäre diese aber nicht. Aus Sicht der EU wäre nur eine vollständige Nachbildung des Status quo akzeptabel. Dafür müsste Großbritannien allerdings sämtliche Versprechen der Brexit-Befürworter brechen und mindestens zwei Jahre lang Regeln der EU anerkennen und umsetzen, ohne ein Mitspracherecht zu haben.

SWP-Studie

Hanns Günther Hilpert, Oliver Meier (Hg.)
Facetten des Nordkorea-Konflikts

Akteure, Problemlagen und Europas Interessen


Margarete Klein
Russlands Militärpolitik im postsowjetischen Raum

Ziele, Instrumente und Perspektiven