Bettina Rudloff, Clara Weinhardt

WPAs der EU mit den Afrika-, Karibik- und Pazifikstaaten

Verhandlungsstand, Konflikte, Lösungen

SWP-Aktuell 2010/A 85, Dezember 2010, 4 Seiten

Die Verhandlungen der EU mit sieben regionalen Gruppen der insgesamt 79 afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, der sogenannten AKP-Staaten, über Wirtschaftspartnerschaftsabkommen scheinen in eine Sackgasse geraten zu sein: Nur mit einer Gruppe konnte bislang ein Abkommen abgeschlossen werden, das alle Mitglieder erfasst. Bei den Verhandlungen mit den anderen Gruppen kam es nur zu Übergangsabkommen mit einzelnen Staaten. Die EU beklagt die ablehnende Haltung ihrer Verhandlungspartner und verteidigt die Abkommen als Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung. Aber schaffen diese Abkommen für die AKP-Seite ausreichend Vorteile, damit ihr an einem Abschluss gelegen ist? Können maßgeschneiderte Abkommen vereinbart und so die unterschiedlichen Interessenlagen besser berücksichtigt werden?