Margit Hellwig-Bötte

Wilderei in Afrika – ein globales Verbrechen

Erfolgreiche Bekämpfung erfordert die Einbeziehung lokaler Bevölkerungen

SWP-Aktuell 2014/A 05, Februar 2014, 4 Seiten

Regionen:

Afrika

Mit einer Serie hochrangiger Treffen hat die internationale Gemeinschaft 2013 die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf das dramatische Schrumpfen der Elefanten- und Nashornbestände in Afrika gelenkt, darüber hinaus auf die Verbindung von Wilderei, Terrornetzwerken und organisierter Kriminalität. Am 12. Februar 2014 beschäftigt sich in London eine internationale Konferenz erneut mit der Frage, wie Wilderei und illegaler Wildtierhandel bekämpft werden können.

Erfolgreiche Wildereibekämpfung ist eine globale Querschnittsaufgabe, die Artenschutz, Bekämpfung organisierter Kriminalität, Rechtsstaatsförderung und wirtschaftliche Zusammenarbeit umfasst. Dabei gilt es, Korruption konsequent einzudämmen und lokale Bevölkerungen entlang der gesamten Handelskette einzubeziehen. Gegenmaßnahmen wirken nur, wenn die Menschen in Afrika über wirtschaftlich tragfähige Lebensgrundlagen verfügen und vom Schutz der Tiere profitieren. Asien verlangt der Verzicht auf Statussymbole aus Elfenbein und die Abkehr vom unsinnigen Glauben an den medizinischen Wert von Nashornprodukten einen Mentalitätswandel ab.