Stefan A. Schirm

Kooperation in den Amerikas

NAFTA, MERCOSUR und die neue Dynamik regionaler Zusammenarbeit

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Dezember 1996, 169 Seiten ISBN 3-7890-4639-6 [AMP, Bd. 46]

Mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) und dem Gemeinsamen Markt des Südens (MERCOSUR) rückte regionale Kooperation in den Mittelpunkt der politischen wie ökonomischen Entwicklung in den Amerikas. Die neuen Initiativen unterscheiden sich deutlich von früheren Integrationsversuchen und lassen eine weitreichende Verschiebung ökonomischer Chancen auf nationaler wie auf internationaler Ebene möglich erscheinen. Der neue Regionalismus ist wettbewerbsorientiert und dokumentiert damit eine Abkehr von Dekaden protektionistischer Importsubstitution. Außerdem sind die neuen Abkommen auf die USA ausgerichtet und heben die langjährige außen- bzw. wirtschaftspolitische Abgrenzung vieler Länder Lateinamerikas von den USA auf. Wie leistungsfähig sind die neuen Abkommen? Wer profitiert von ihnen? Wie verändert diese regionale Kooperation die internationalen Beziehungen Lateinamerikas und der USA? Die Studie untersucht Gründe, Charakter, Auswirkungen und Erfolgsaussichten der neuen Zusammenschlüsse. Neben der NAFTA und dem MERCOSUR werden die Rio-Gruppe, die Planungen zur gesamtamerikanischen Freihandelszone und die Versuche zur Reform älterer Integrationsabkommen analysiert.

 

SWP-Aktuell

Claudia Zilla
Kein lateinamerikanischer Frühling

Hegemonie, Konsens und Wettbewerb in fragilen Demokratien


Sonja Schiffers
Russland und die VN-Agenda »Frauen, Frieden, Sicherheit«

Wie die Bundesregierung die Umsetzung der Agenda in Russland und in Konflikten mit russischer Beteiligung fördern kann


SWP-Studie

Claudia Zilla
Die Evangelikalen und die Politik in Brasilien

Die Relevanz des religiösen Wandels in Lateinamerika


Claudia Major
Die Rolle der Nato für Europas Verteidigung

Stand und Optionen zur Weiterentwicklung aus deutscher Perspektive