Silvia Popp

Priorität für Jugendliche in der Folgeagenda der Millenniums-Entwicklungsziele?

Gut gemeint, aber nicht zielführend!

SWP-Aktuell 2014/A 02, Januar 2014, 4 Seiten

Im Jahr 2000 formulierten die Vereinten Nationen die sogenannten Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs), die bis Ende 2015 erreicht werden sollten. Für Herbst 2015 plant die Weltorganisation einen Gipfel zur Verabschiedung einer Nachfolgeagenda. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) fordert in diesem Kontext, den Jugendlichen vermehrt politische Aufmerksamkeit zu widmen. Diese Forderung, die angesichts der schwierigen Zukunftsperspektiven Jugendlicher in vielen Weltregionen überaus dringlich erscheint, greift jedoch zu kurz. Bei einer Fokussierung auf das Jugendalter droht vergessen zu werden, dass auch andere Altersgruppen Unterstützung brauchen. Nachhaltig und zielführend wäre ein integrierter demografischer Ansatz, auf dessen Basis die Ziele der Post-2015-Agenda unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bevölkerungsdynamiken formuliert werden.