, Oliver Bräuner, Gudrun Wacker, Jiajing Zhou

Die »Harmonische Welt« und Chinas Rolle im internationalen System

Aus chinesischen Fachzeitschriften der Jahre 2006-2008

SWP-Zeitschriftenschau 2008/ZS 02, Oktober 2008, 8 Seiten

Regionen:

China

Im Jahr 2005 rief der chinesische Staatspräsident Hu Jintao bei einer Rede anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen erstmals zum Aufbau einer »Harmonischen Welt« auf. Diese zeichnet sich laut Hu durch dauerhaften Frieden und gemeinsamen Wohlstand aus. Die Außenpolitik, die China im Rahmen seiner derzeitigen »friedlichen Entwicklung« zur Großmacht verfolge, stehe im Zeichen von Frieden, Entwicklung und Zusammenarbeit. Der auf die traditionelle konfuzianische Lehre zurückgeführte Begriff Harmonie hat sich in den letzten Jahren zu einem Modewort in der chinesischen Politik entwickelt: So ist die Rede vom Aufbau einer »Harmonischen Gesellschaft« im Inland, von einer »Harmonischen Asien-Pazifik-Region« oder vom »Harmonischen Nahen Osten«. Dabei fehlt es dem Begriff jedoch an einer scharfen Kontur und klaren Bedeutung.

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