Christian Deubner

Deutsche Europapolitik: Von Maastricht nach Kerneuropa?

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Dezember 1994, 217 Seiten ISBN 3-7890-3906-3 [AMP, Bd. 42]

Im Vorlauf zur EU-Revisionskonferenz von 1996 zielen die deutschen Reformwünsche für den Maastricht-Vertrag auf eine Fortsetzung der darin angelegten Schritte zur politischen Union. Sie wollen eine spürbare Vertiefung, Effizienzsteigerung und Demokratisierung der EU. Der Autor analysiert Übereinstimmungen und Unvereinbarkeiten mit den Vorstellungen aus anderen Mitgliedstaaten und versucht, die Chancen zur Verwirklichung der deutschen Wünsche zu bewerten. Abschließend stellt er drei Optionen für die deutsche Europapolitik vor, wie sie sich aus dieser Analyse ergeben; eine zur deutlichen Vertiefung der Integration in der Logik von Maastricht und über den EU-Vertrag hinaus, eine zur Wahrung des Status quo und eine zur Konstituierung einer Kerngruppe vertiefter Integration in der weiterbestehenden großen EU. Die deutschen Interessen dürften sich – nach Meinung des Autors – bei einem Verzicht auf die Weiterführung des Maastricht-Konzepts und mit dem Umsteuern zu einer Kerngruppen-Konstruktion am besten verwirklichen lassen. Zum Schluß wird daher die konkrete Form einer solchen neuen Struktur noch etwas ausführlicher dargestellt.

 

SWP-Aktuell

Christian Wagner
Indisch-pakistanische Beziehungen im Schatten der Seidenstraßeninitiative

Die Entkoppelung beider Staaten schreitet voran


Matthias Schulze
Überschätzte Cyber-Abschreckung

Analyse der in der neuen US Cyber-Doktrin vorgesehenen Abschreckungspotenziale und Lehren für Deutschlands »aktive Cyberabwehr«


SWP-Studie

Wolfgang Richter
Erneuerung der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa

Vom Gleichgewicht der Blöcke zur regionalen Stabilität in der Krise


Steffen Angenendt, Nadine Biehler, David Kipp, Amrei Meier
Mehr Flüchtlinge, unzureichende Finanzmittel

Wie kann der internationale Flüchtlingsschutz finanziert werden?