Uwe Halbach, Manarsha Isaeva

Dagestan: Russlands schwierigste Teilrepublik

Politische und religiöse Entwicklung am »Berg der Sprachen«

SWP-Studie 2015/S 08, April 2015, 28 Seiten

Der Ukraine-Konflikt hat seit 2014 den Nordkaukasus aus der Berichterstattung in und über Russland verdrängt. Doch an seiner kaukasischen Staatsperipherie ist Russland auch weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert, die seine innere Sicherheit und die Stabilität als Vielvölkerstaat betreffen. Dagestan – die größte kaukasische Teilrepublik – bildete dabei in den letzten fünf Jahren einen Brennpunkt der Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und bewaffnetem Untergrund. Mit einem Führungswechsel im »Kaukasus-Emirat« wurde Dagestan auch zum ideologischen und logistischen Zentrum eines nordkaukasischen Jihadismus; in dieser Hinsicht hat die Teilrepublik damit Tschetschenien überholt. Welchen Einfluss hatten die Kriege in Tschetschenien auf die Nachbarrepublik? Wie hat sich nach Ende der Sowjetunion die religiöse »Wiedergeburt« in diesem Landesteil Russlands vollzogen, wo der Islam tiefer verwurzelt ist als in anderen Gebieten der Föderation? Wie wirkt sich die große ethnische Vielfalt Dagestans auf das politische und gesellschaftliche Leben der Republik aus? Die vorliegende Studie widmet sich diesen Fragen und thematisiert damit Problemfelder, durch die sich Dagestan als schwierigste Teilrepublik Russlands hervorhebt.

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