Vollständiger Lebenslauf

Oberst i.G Wolfgang Richter
Stiftung Wissenschaft und Politik
Forschungsgruppe Sicherheitspolitik
10719 Berlin, 18.05.2009
Ludwigkirchplatz 3-4
Fon: +49 30 880 07-225

 

Vita Oberst i.G Wolfgang Richter

1968Abitur, Eintritt in die Bundeswehr
1968 – 79Ausbildung zum Berufsoffizier des Heeres (Infanterie) und Verwendungen in der Fallschirmjägertruppe in Nagold, Bruchsal und Wildeshausen
1979 – 81Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg; Jahresarbeit zur Rolle taktischer Nuklearwaffen (Neutronenwaffen) im Rahmen der Abschreckungsstrategie der NATO (»Flexible Response«)
1981 – 84Studien zur konventionellen und nuklearen Verteidigungsplanung im Amt für Studien und Übungen der Bundeswehr, Bereich Operations Research, Ottobrunn bei München
1985 – 87Generalstabsoffizier für Operationen (G 3) und Stabschef Luftlandebrigade 26, Saarlouis; dabei Entwicklung und Erprobung des Konzepts »luftbewegliches Gefecht verbundener Waffen«
1987 – 89Verwendung im Supreme Headquarters of Allied Powers in Europe (SHAPE), Mons/Belgien:
1987/88: Nukleare Einsatzkonzepte
1988/89: Entwicklung des konzeptionellen Beitrags von SHAPE zu den Verhandlungen über konventionelle Waffen in Europa (VKSE)
1989Mitglied der deutschen Delegation bei den KSE-Verhandlungen in Wien
1989 – 91Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen bei München; Mitarbeit an konzeptionellen Überlegungen zur künftigen Bedeutung von KSZE und konventioneller Rüstungskontrolle (KSE) in einem gewandelten Europa und zur Rolle deutscher Streitkräfte nach der Wiedervereinigung
1991 – 93Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 371/372 in Marienberg/Erzgebirge, Sachsen (ehem. MotSchützenregiment 7 der NVA)
1993 – 95Referent im Bundesministerium der Verteidigung, Konzeptionsreferat der Planungsabteilung der Streitkräfte (FüS VI 3), Bonn; zuständig für die Konzeption der Bundeswehr 1995
1995 – 99Leiter des militärischen Anteils der deutschen Delegation für die globale Rüstungskontrolle (CD/VN), Genf/New York; deutscher Vertreter in drei VN Arbeitsgruppen zu kleinen und leichten Kriegswaffen und zum VN-Waffenregister sowie in der Arbeitsgruppe der UNDC zu Disarmament, Demobilization and Reintegration of Combatants in Internal Conflicts
1999 – 2005Abteilungsleiter im Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw), Geilenkirchen; zuständig für:

1999 – 2004 Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE):
  • Vertrag über Mittelstreckenwaffen (INF)
  • Dayton-Übereinkommen: Folgeabkommen über Rüstungskontrolle im ehem. Jugoslawien (Art. II, IV und V-Abkommen)
  • Kleine und leichte Kriegswaffen (SALW)
2004 – 2005 Globale Rüstungskontrolle:
  • Biologie- und Chemiewaffenübereinkommen (BWÜ, CWÜ),
  • Nuklearer Nichtverbreitungsvertrag (NVV),
  • nukleares Testverbotsabkommen (CTBT),
  • Verhaltenskodex zur Eindämmung der Raketenproliferation (HCoC),
  • EU-, VN- und OSZE-Dokumente über leichte und kleine Kriegswaffen (SALW),
  • VN-Kriegswaffenkonvention (CCW),
  • Konvention zum Verbot von Anti-Personenminen (Ottawa-Konvention)
2005 – 2009Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OSZE in Wien; u.a. befasst mit Fragen der europäischen Rüstungskontrolle, des OSZE-Sicherheitsacquis und ungelöster Konflikte im OSZE-Raum; Analysen zum Georgienkonflikt im August 2008; deutscher Vertreter in der Gemeinsamen Beratungsgruppe der Vertragsstaaten des KSE-Vertrags
seit April 2009Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, Forschungsgruppe Sicherheitspolitik; Forschungsfelder: europäische Rüstungskontrolle; OSZE-Sicherheitskooperation und ungelöste Konflikte im OSZE-Raum

 

Veröffentlichungen zur NATO-Nuklearstrategie im letzten Jahrzehnt des Kalten Krieges, zu Kleinen und leichten Waffen (SALW) sowie zum KSE-Vertrag

SWP-Aktuell

Markus Kaim, Ronja Kempin
Ein Europäischer Sicherheitsrat

Mehrwert für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU?


Wolfgang Richter
Der INF-Vertrag vor dem Aus

Ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf könnte dennoch verhindert werden


SWP-Studien

Hanns Günther Hilpert, Oliver Meier (Hg.)
Facetten des Nordkorea-Konflikts

Akteure, Problemlagen und Europas Interessen


Michael Paul
Chinas nukleare Abschreckung

Ursachen, Mittel und Folgen der Stationierung chinesischer Nuklearwaffen auf Unterseebooten