Finanzierung der SWP

Für die Erfüllung ihres Satzungszwecks erhält die SWP eine institutionelle Zuwendung, die durch den Deutschen Bundestag beschlossen und aus dem Haushalt des Bundeskanzleramtes, Kap. 0402 Tit. 685 11, gezahlt wird. Die Zuwendung erfolgt auf der Grundlage eines jährlich von der SWP zu erstellenden Wirtschaftsplanes.

Die institutionelle Zuwendung betrug:

2012 € 11,2 Mio.
2013 € 11,7 Mio.
2014 € 11,7 Mio.
2015 € 12,5 Mio.
2016 € 12,3 Mio.

Von der institutionellen Zuwendung wurden im Haushaltsjahr 2016 Ausgaben für Personalkosten in Höhe von € 9,4 Mio. (73 %) und Sachkosten in Höhe von € 3,0 Mio. (27 %) beglichen. Die Sachkosten bestanden zu 46 % (€ 1,37 Mio.) aus Mietkosten und 54 % (€ 1,64 Mio.) aus weiteren Sachkosten.

Die institutionelle Zuwendung deckt zu 100 % die Kerntätigkeit der SWP. Sie verpflichtet die SWP, die Bewirtschaftung der Mittel gemäß öffentlichem Recht durchzuführen. Das bedeutet, dass die SWP trotz ihrer privaten Rechtsform ausschließlich öffentliche Vorschriften anwendet, darunter insbesondere die Bundeshaushaltsordnung (BHO), den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), das Bundesreisekostengesetz (BRKG) sowie öffentliches Vergaberecht.

Jährliche Nachweise und Prüfungen

Der Vorstand der SWP legt dem Stiftungsrat einen Jahresbericht vor, der aus einem Tätigkeitsbericht und einer Jahresabrechnung (Jahres- und Vermögensrechnung) besteht.

Der Vorstand lässt den Jahresbericht durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen. Der Prüfungsauftrag erstreckt sich auch auf die Erhaltung des Stiftungsvermögens sowie die satzungsgemäße Verwendung der Erträge und etwaiger Zuwendungen unter Erstellung eines Prüfungsberichts im Sinne von § 8 Abs. 2 des Berliner Stiftungsgesetzes.

Diesen Prüfbericht legt er gem. § 8 des Berliner Stiftungsgesetzes auch der Aufsichtsbehörde vor.

Der Jahresbericht dient zugleich als Verwendungsnachweis für die institutionelle Zuwendung des Bundes. Die Verwendungsnachweisprüfung erfolgt durch das Bundeskanzleramt.

Drittmittel

Die SWP kann zusätzlich zur institutionellen Zuwendung durch den Bund durch Dritte geförderte Sonderforschungsvorhaben durchführen. Dabei handelt es sich um Forschungsprojekte aus dem öffentlichen Bereich und drittmittelfinanzierte Forschungsvorhaben. Die für diese Vorhaben eingenommenen Mittel sollen einen Betrag in Höhe von 25 % des Umfangs der institutionellen Zuwendung nicht überschreiten.

Voraussetzung für die Einwerbung von Drittmitteln ist zuallererst das eigene Interesse des Instituts bzw. der Wissenschaftlerin oder des Wissenschaftlers an einem bestimmten Projekt als Ergänzung oder Weiterentwicklung der eigenen wissenschaftlichen und beratenden Tätigkeit. Die maßgeblichen Kriterien sind dabei Wissenschaftlichkeit, Unabhängigkeit und Relevanz.

Unabhängigkeit bezieht sich bei der SWP immer auf ihre politische Unabhängigkeit, die Ergebnisunabhängigkeit ihrer Forschung und die Auftragsunabhängigkeit. Das bedeutet: Die SWP bestimmt ihre Forschungsagenda selbst. Bundestag und Bundesregierung haben dieses Prinzip immer unterstützt, zudem hat der Wissenschaftsrat den Wert auftragsunabhängiger wissenschaftlicher Forschung unterstrichen. Die SWP nimmt deshalb auch von anderen Zuwendungsgebern keine Aufträge entgegen.

Die eingeworbenen Drittmittel der SWP beliefen sich in den letzten Jahren auf:

2012 € 1,88 Mio.
2013 € 2,06 Mio.
2014 € 2,21 Mio.
2015 € 2,17 Mio.
2016 € 2,53 Mio.

Die Drittmittelgeber verteilen sich auf die folgenden Sektoren:

Bund: 44 %, Stiftungen: 17 %, EU: 12 %, Wirtschaft: 7 %, DFG: 6 %, Sonstiges: 14 %

Einzelheiten zu den Drittmittelgebern erfahren Sie unter:
http://www.swp-berlin.org/de/freundeskreis-und-partner/partner.html
Einzelheiten zu den geförderten Projekten erfahren Sie unter:
http://www.swp-berlin.org/de/projekte.html

SWP-Finanzierung als »höchst transparent« ausgezeichnet

Transparify 5-Star-Logo, Februar 2015

Im Juni 2016 hat die SWP von Transparify zum zweiten Mal die höchste Auszeichnung für Transparenz (five stars = »highly transparent«) für die offene Darlegung ihrer Finanzierung erhalten. Für den Transparify-Bericht 2016 sind 200 Think Tanks untersucht und insgesamt 41 als »highly transparent« eingestuft worden. Die SWP ist laut Bericht der transparenteste Think Tank in Deutschland und einer der transparentesten weltweit. 

SWP-Aktuell

Jakub Eberle, Vladimír Handl, Kai-Olaf Lang
Berlin–Prag: Entfremdung vermeiden – Chancen ergreifen

Für eine europapolitische Einbettung der deutsch-tschechischen Beziehungen


Oliver Geden
Treibhausgasneutralität als Klimaziel priorisieren

Die EU und Deutschland sollten eine ehrgeizigere und zugleich pragmatischere Klimapolitik betreiben