Die USA und die transatlantischen Beziehungen

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Der kurz zuvor gewählte Präsident Donald Trump spricht im November 2016 bei einer Versammlung in New York © picture alliance / AP Photo

Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2017 wird auf beiden Seiten des Atlantiks viel über die Krise der transatlantischen Beziehungen und des »Westens« diskutiert. Die Programmatik, der Kommunikationsstil und das persönliche Temperament des 45. US-Präsidenten haben eine intensive Debatte über die innen- wie außenpolitische Ausrichtung der USA und über die Folgen für die internationale Politik entfacht.

Während der Präsidentschaft Trumps haben sich die USA aus bilateralen und multilateralen Vereinbarungen zurückgezogen, darunter der Globale Pakt zur Migration, die Pariser Klimavereinbarung, das Atomabkommen mit dem Iran und der INF-Vertrag. Zudem spielen der Einsatz für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie für die USA unter Trump nur noch eine geringe Rolle. Auch die Unterstützung für internationale Organisationen wie die UN hat erheblich nachgelassen.

In Amerikas traditionellen Allianzen – insbesondere in der NATO – ist es jedoch nicht zum Bruch gekommen. Die USA haben unter Präsident Trump ihre Beiträge zum Bündnis sogar verstärkt. Daher ist die Sicht auf die Trump-Regierung in den östlichen Bündnisstaaten oft positiver als in den westeuropäischen Ländern.

Der Fokus auf Trump und dessen »America First«-Programm hat mitunter den Blick auf langfristige Entwicklungen in den USA verstellt, welche die Innen- und Außenpolitik der USA auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft prägen werden.

Dieses Online-Dossier bündelt SWP-Analysen und Beiträge von SWP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zur Politik der USA sowie zu den transatlantischen Beziehungen. Es gliedert sich in die Themenkomplexe »Außen-und Sicherheitspolitik«, »Innenpolitik und Gesellschaft« sowie »Wirtschaft und Handel«.

Literatur & Medienbeiträge

Johannes Thimm

Dispensing With the Indispensable Nation? Multilateralism minus One in the Trump Era

Since entering office, US president Trump has reversed key multilateral achievements of his predecessors, initiating a new US retreat from multilateral cooperation. For other governments wishing to preserve and deepen existing global agreements, this has posed the question of whether and how multilateral cooperation can work without the leadership and support of the dominant global power. International relations scholars have already debated the possibility of "nonhegemonic cooperation" in earlier periods marked by US unilateralism. This article draws on these previous analyses to evaluate the current prospects and limits of a "multilateralism minus one" in three key global policy areas: nuclear arms control, climate change, and trade.

in: Global Governance: A Review of Multilateralism and International Organizations, 2019, Vol. 25, No. 1, pp. 23-46
Sascha Lohmann

Streit um Mauerbau in den USA - "Notstand könnte gerichtlich aufgehoben werden"

Ein weiterer "Shutdown" ist vorläufig abgewendet: Doch Präsident Trump umgeht mit der Erklärung des nationalen Notstandes den Kongress, um die Grenzmauer zu Mexiko bauen zu können. Aber ist der republikanische Amtsinhaber überhaupt rechtlich bemächtigt, in diesem Fall den Notstand auszurufen? Politologe Sascha Lohmann sagt "grundsätzlich Nein". Doch es gebe das eine oder andere Schlupfloch.

Interview von Oliver Bono, in: SRF.ch, 15.02.2019 (online)
Marco Overhaus

Trump erklärt den Islamischen Staat für besiegt

Interview von Pascal Fournier, in: SWR2 Aktuell, ab Minute 16:48, 07.02.2019 (online)
Sascha Lohmann

Haushaltsstreit: Keine Einigung im US-Senat

Sascha Lohmann mit Einschätzungen zum Shutdown.

in: tagesschau.de, 25.01.2019 (online)
Sascha Lohmann, Kirsten Westphal

US-Russland-Politik trifft europäische Energieversorgung

Die Folgen unilateraler Sanktionen und wachsender Marktkonkurrenz

SWP-Aktuell 2019/A 01, Januar 2019, 8 Seiten

doi:10.18449/2019A01

Sascha Lohmann

"Die Polarisierung wird zunehmen"

Zu einem "Erdbeben" für Donald Trumps Republikaner ist es bei den US-Kongresshauswahlen nicht gekommen, er behält die Mehrheit im Senat. Aber: Das Repräsentantenhaus wird nun von den Demokraten dominiert. "Die nächsten zwei Jahre werden wir einen Stillstand erleben", befürchtet der Politologe Dr. Sascha Lohmann im Studiogespräch mit Sabine Dahl. Die Gräben zwischen beiden Lagern würden nun noch tiefer, so Lohmann.

Interview von Sabine Dahl, in: Inforadio, 07.11.2018 (online)
Marco Overhaus

Halbzeit in den USA

Mit Spannung wurden die Ergebnisse der Kongresswahlen in den USA erwartet. Was bedeutet der Ausgang für Amerika? Welche Folgen hat das Ergebnis für Präsident Trump? - Der Redezeit-Themenabend auf NDR Info, eine Expertenrunde mit Marco Overhaus.

in: NDR Info, 07.11.2018 (online)
Johannes Thimm

From Exception to Normalcy

The United States and the War on Terrorism

SWP Research Paper 2018/RP 07, Oktober 2018, 38 Seiten
Sascha Lohmann

»Trump hat die Gräben vertieft«

Viele Entscheidungen trifft Donald Trump aus dem Bauch heraus, sagt Sascha Lohmann, USA-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Interview von Dieter Keller, in: Südwest Presse, 08.10.2018 (online)
 

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