Die USA und die transatlantischen Beziehungen

picture alliance / Newscom | Andrew Harnik

Mit der Wahl Joe Bidens zum 46. US-Präsidenten kehrt mehr diplomatische Verlässlichkeit in die transatlantischen Beziehungen ein. Biden möchte den USA wieder zu ihrer traditionellen Rolle als internationale Führungsmacht verhelfen und betont die Bedeutung internationaler Kooperation, insbesondere mit den demokratischen Verbündeten. Gleich zu Beginn hat er eine Wiederannäherung der USA an multilaterale Organisationen, Verträge und Initiativen eingeleitet, denen die USA unter Präsident Donald Trump den Rücken gekehrt hatten.

Trotz ambitionierter Ziele und einem ungebrochenen Führungsanspruch kann die Biden-Administration nicht ohne Weiteres dort anknüpfen, wo die Obama-Administration mit Biden als Vizepräsident aufgehört hatte. Die USA wurden von der COVID19-Pandemie hart getroffen; die Bewältigung der Gesundheits- und der daraus resultierenden Wirtschaftskrise lastet als Hypothek auf der neuen Regierung. Zwar gelang es den Demokraten auch im Senat und Repräsentantenhaus, knappe Mehrheiten zu erzielen. Die zunehmenden ideologischen Differenzen, sowohl innerhalb der beiden Parteien als auch zwischen ihnen, stellen für die Verabschiedung von Gesetzen und die Umsetzung der Biden-Agenda eine große Herausforderung dar. Von seinem Ziel, das Land zu einen, ist Biden derzeit weit entfernt.

Mit den europäischen Verbündeten hat die neue US-Administration viele gemeinsame Ziele, etwa in der Klima- und Handelspolitik oder bei der Rüstungskontrolle. Doch es gibt auch Konfliktpotenzial: Die Haltung zu China, die Lastenteilung in der Verteidigungspolitik, Handelszölle und der unilaterale Gebrauch von Sanktionen – zu all diesen Themen gibt es Meinungsverschiedenheiten, insbesondere mit Deutschland.

Dieses Online-Dossier bündelt SWP-Analysen und Beiträge von SWP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zur Politik der USA sowie zu den transatlantischen Beziehungen. Es gliedert sich in die Themenkomplexe »Außen-und Sicherheitspolitik«, »Innenpolitik und Gesellschaft« und »Wirtschaft und Handel«.

Literatur & Medienbeiträge

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Marco Overhaus

Wer ist Freund, wer Feind?

Die Europareise von Donald Trump endete mit einem Treffen zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nachdem Trump Deutschland und andere EU-Staaten als Gegner bezeichnet hat, bleibt die Frage, wen er als Verbündeten ansieht. Hat die oft beschworene transatlantische Freundschaft noch Bestand? Wie sollte sich die EU zu Trump verhalten? Wie nah oder fern sind sich Russland und die USA? Was würde eine enge Beziehung zwischen Trump und Putin für Westeuropa bedeuten? Über diese und andere Fragen geht es im Redezeit-Themenabend auf NDR Info.

in: NDR Info, 17.07.2018 (online)
Marco Overhaus

Treffen Trump-Putin - Die EU könnte zerrieben werden

Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) rechnet unter US-Präsident Donald Trump mit einer Neujustierung des transatlantischen Verhältnisses. Die EU laufe Gefahr, zwischen den Machtblöcken Amerika, Russland und China zerrieben zu werden, sagt der Experte für US-amerikanische Sicherheitspolitik, Marco Overhaus.

Interview von Marion Trimborn, in: Neue Osnabrücker Zeitung, 16.07.2018 (online)
Marco Overhaus

Treffen in Helsinki: Was trauen Sie Trump und Putin zu?

Auf seiner Europareise hat US-Präsident Donald Trump viel diplomatisches Porzellan zerdeppert. So nennt er die EU einen Gegner. Jetzt trifft er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

in: WDR 5 Tagesgespräch, 16.07.2018 (online)
Bettina Rudloff

Yes, he can: Trump provoziert einen Handelskrieg

Die klügere EU gibt bei WTO-Regeln nicht nach, aber bei weiterer Zolleskalation

SWP-Aktuell 2018/A 36, Juli 2018, 4 Seiten
Marco Overhaus

Allein auf weiter Flur: Kaum jemand in den USA teilt Trumps Haltung zur Nato

Mit seinen Anfeindungen gegen die Nato steht US-Präsident Donald Trump im politischen Washington weitgehend alleine da. Deutschland und Europa sollten ihren Fokus daher nicht ausschließlich auf den Präsidenten richten, meint Marco Overhaus

Kurz gesagt, 10.07.2018
Laura von Daniels,

Der Iran und der Dollar als Waffe - Brauchen wir eine deutsche Iran-Bank?

Europäische Unternehmen, die mit dem Iran handeln, bekommen keine Kredite, denn die Investoren fürchten amerikanische Strafmaßnahmen. Helfen könnte hier eine deutsche Iran-Bank.

Interview von Liane von Billerbeck, in: Deutschlandfunk Kultur, 09.07.2018 (online)
Laura von Daniels

Trump Goes it Alone: Europe at a Loss?

US President Donald Trump is unyielding in his stance on protective tariffs on steel and aluminum. What are the consequences? Will it unite Europeans? Or divide them?

in: Deutsche Welle, 07.06.2018 (online)
Laura von Daniels

"Die Nachteile der US-Sanktionen überwiegen heute die Vorteile des Iran-Geschäfts"

Die EU will europäischen Firmen verbieten, sich an jene Sanktionen zu halten, die von den USA für Geschäfte mit dem Iran angedroht werden. Laura von Daniels erklärt, was das für US-Geschäfte bedeutet.

Interview von Niklas Dummer, in: WirtschaftsWoche, 19.05.2018 (online)
Corentin Brustlein, James Dobbins, Dalia Dassa Kaye, Oliver Meier, Marco Overhaus, Neil Quilliam, Charles Ries, Dorothée Schmid, Sanam Vakil, Azadeh Zamirirad

Saving Transatlantic Cooperation and the Iran Nuclear Deal

A View from Europe and the United States

SWP Comment 2018/C 09, Februar 2018, 4 Seiten
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Krieg am Golf

Wie der Machtkampf zwischen Iran und Saudi-Arabien die Weltsicherheit bedroht