Globale Verhandlungen und Ansätze

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Zu den Medienbeiträgen

Einzelstaatliche Interessen stellen die internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz und zur Klimafinanzierung regelmäßig vor eine Zerreißprobe. Im Pariser Abkommen wurde eine Einigung für den Umgang mit zentralen Konfliktpunkten erreicht. Dazu gehört die Lastenverteilung bei der weltweiten Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und der Finanzierung von Klimaschutz- und –anpassung. Aber Detailfragen sind noch offen und werden auf den jährlichen Treffen der UNFCCC-Vertragsstaaten (COP – Conference of the Parties) weiterverhandelt. Fortschritte bei den Berichtspflichten für nationalen Klimaschutz, der Einhaltung der national bestimmten Beiträge (INDCs), deren regelmäßige Erneuerung und die Finanzzusagen werden davon abhängen, welche Prioritäten die UNFCCC-Vertragsstaaten angesichts weiterer nationaler Herausforderungen setzen. Auch die Verabschiedung eines neuen Marktmechanismus, der die im Kyoto Protokoll eingeführten flexiblen Mechanismen des Emissionshandels wiederbelebt, wird weiter verhandelt werden.

Mit dem Pariser Abkommen wurde nicht nur eine Begrenzung des Klimawandels auf „unter zwei Grad Celsius“ beschlossen, sondern auch, dass Anstrengungen unternommen werden sollen, die Erwärmung auf durchschnittlich 1,5 Grad Celsius zu drosseln. Dieses Ziel scheint in weiter Ferne, denn die bisher in der Atmosphäre angereicherten Treibhausgasemissionen haben in 2015 bereits zu einer Erwärmung von 1,0 Grad Celsius geführt und die Auswertung der bisherigen nationalen Beiträge (INDCs) ergibt, dass die notwendige Trendumkehr ausbleibt. Der Bedarf an weiteren politischen Maßnahmen und wissenschaftlichen Untersuchungen wird steigen. Eine besondere Rolle wird sowohl der Energiepolitik als auch der Handelspolitik zukommen.

Von wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen geleitet sind die steigenden Aktivitäten des Climate Engineering – das sind gezielte Eingriffe in das Erdsystem zur Senkung der Temperaturen. Sowohl in den USA als auch in China gibt es Akteure, die durch technische Manipulation die Erderwärmung mindern oder gar ganz stoppen wollen. In den Szenarien für die künftige Klimadiplomatie wird der Einsatz solcher hochriskanten, weil kaum erforschten Ansätze als "worst case" angesehen, weil sie den Verhandlungslösungen zur Verminderung der globalen Emissionen keine Chancen mehr zubilligen.

Literaturliste

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Sybille Röhrkasten

Der Wald als Klimaretter?

Waldschutz bringt neuen Schwung in die festgefahrenen Klimaverhandlungen

SWP-Aktuell 2010/A 78, November 2010, 4 Seiten
Marianne Beisheim, Nils Simon

Neuer Schwung für die Reform der internationalen Umweltgovernance

Chancen für eine UNEP-Reform nach Kopenhagen und vor »Rio plus 20«

SWP-Aktuell 2010/A 37, April 2010, 4 Seiten
Susanne Dröge (Hg.)

International Climate Policy

Priorities of Key Negotiating Parties

SWP Research Paper 2010/RP 02, März 2010, 111 Seiten
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Medienbeiträge

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Susanne Dröge

Internationale Klimaverhandlungen: Von Durban nach Doha und weiter

Bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Doha, Katar, geht es vor allem darum, den Weg für die Verhandlungen über einen neuen Weltklimavertrag zu ebnen, so die Einschätzung von Susanne Dröge.

Kurz gesagt, November 2012
Oliver Geden

Rechnet nicht mit einem Klimawandel in den Vereinigten Staaten

Wer auch immer am kommenden Dienstag die US-Präsidentschaftswahl gewinnt: Für die globalen Klimaverhandlungen wird es kaum einen Unterschied machen. Darauf müssen sich die Europäer einstellen

in: Financial Times Deutschland, 01.11.2012, S. 20
Oliver Geden

Das Zwei-Grad-Ziel täuscht Handeln nur vor

Wer sagt, die Erderwärmung sei nicht mehr auf zwei Grad zu begrenzen, beginnt eine wichtige Debatte. Er macht klar, wie dramatisch die Lage wirklich ist

in: ZEIT ONLINE, 25.10.2012 (online)
Susanne Dröge

Durban: Weitere Verzögerung der Klimaschutzbemühungen, aber neue Allianzen

Die internationalen Klimaverhandlungen in Durban im Dezember 2011 sind für die EU und Deutschland zu einem positiven Schluss gekommen, meint Susanne Dröge.

Kurz gesagt, Dezember 2011
Susanne Dröge

»Cancun war in erster Linie ein Erfolg für die Diplomatie«

Die Klimakonferenz in Mexiko hat den UN-Prozess wieder aufgewertet, sagt Susanne Dröge. Für den Klimaschutz konkret hat sie keine nennenswerten Fortschritte gebracht.

Kurz gesagt, Dezember 2010
Oliver Geden

Macht die Sparlampen heller

Ökologisch korrekter Konsum ist gut für das eigene Gewissen und fürs Prestige - dem Klima nützt er aber nur wenig

in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.06.2009, S. 11
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SWP-Aktuell

Denis M. Tull
VN-Peacekeeping in Mali

Anpassungsbedarf für das neue Minusma-Mandat


Barbara Lippert, Erik Brandes
Auf die Regierung kommt es an

Politische Lehren aus dem Brexit-Referendum von 2016