Europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik

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Der starke Anstieg der irregulären Zuwanderung über das Mittelmeer nach Europa im Jahr 2015 hat das Thema auf der europäischen Agenda ganz nach oben gerückt. Die Migrations- und Flüchtlingspolitik der EU umfasst inzwischen eine große Anzahl unterschiedlicher Instrumente und Abkommen. Die Komplexität des Politikfeldes wird dadurch erhöht, dass die Zuständigkeitsbereiche und Kompetenzen außen-, sicherheits-, entwicklungs- und wirtschaftspolitischer sowie humanitärer Akteure häufig nicht klar voneinander abgegrenzt sind. Einerseits ist es erklärtes Ziel der EU-Kommission – gerade im Hinblick auf die Kooperation mit migrationspolitisch bedeutenden Partnerstaaten – einen möglichst umfassenden Ansatz zu verwirklichen. Anderseits birgt dies das Risiko EU-interner Interessenkonflikte und hat in der Vergangenheit zu widersprüchlichen Schwerpunktsetzungen und zu schleppender Umsetzung geführt, bis hin zur gegenwärtigen Krise des gemeinsamen Asylsystems.

Literatur

Steffen Angenendt, David Kipp

»Better Migration Management«

Ein guter Ansatz zur Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten?

SWP-Aktuell 2017/A 52, Juli 2017, 4 Seiten
Raphael Bossong

Flüchtlingskrise: Die Nerven liegen blank

Die Zuspitzung der Flüchtlingskrise ist zu einer ernstzunehmenden Gefahr für das Schengener Abkommen geworden. Wenn sich die EU-Innenminister heute in Tallinn treffen, müssen sie darauf reagieren. Ein Appell von Raphael Bossong.

Kurz gesagt, 06.07.2017
Judith Vorrath

Die Eindämmung illegaler Ströme an afrikanischen Grenzen

Fallstricke für Europa

SWP-Aktuell 2017/A 42, Juni 2017, 4 Seiten
Raphael Bossong

Zwänge und Spielräume für eine europäische Grenz- und Flüchtlingspolitik

Kurzfristige Szenarien

SWP-Aktuell 2017/A 38, Juni 2017, 4 Seiten
Bettina Rudloff

Die Saat geht nicht auf

EU-Handels- und Agrarpolitik können strukturelle Fluchtursachen nicht beseitigen, sondern allenfalls abfedern

SWP-Aktuell 2017/A 05, Januar 2017, 8 Seiten
Kai-Olaf Lang

Can Brussels save democracy?: the lacking effectiveness of EU democracy policy towards member states

in: Weronika Priesmeyer-Tkocz (ed.), Common Values: discussing German and Polish perceptions of European Integration. Baden-Baden: Nomos, January 2017, pp.13-29
Wolfram Lacher

Libyen ist kein Partner für die europäische Flüchtlingspolitik

Die jüngsten Vorschläge für eine Kooperation der EU mit Libyen bei der Eindämmung von Migration und Flüchtlingsströmen sollten verworfen werden, meint Wolfram Lacher.

Kurz gesagt, 03.05.2016
Günter Seufert

Flüchtlingskrise: Für eine rationale Gestaltung der Beziehungen zur Türkei

Die EU sollte der Türkei gerade bei deren Wunsch nach Visafreiheit und einem beschleunigten Beitrittsprozess entgegenkommen, aber bei den Details der türkischen Pläne zur Flüchtlingsfrage vorsichtig sein, meint Günter Seufert.

Kurz gesagt, 09.03.2016
 

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This book shares essential insights into the implementation of monetary policy in various East Asian countries.


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