Global Energy Governance

© EPA/Ali Haider, picture alliance
Vollversammlung der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi (2016); © EPA/Ali Haider/dpa-picturealliance

Die institutionelle Landschaft zur Gestaltung und Steuerung internationaler Energiebeziehungen ist fragmentiert. Bestehende Organisationen wie die IEA, OPEC, IRENA, IEF, IAEA, Europäische Energiegemeinschaft etc. sind entweder auf einzelne Energieträger, Konsumenten oder Produzenten oder auf bestimmte Regionen beschränkt. Damit reflektieren sie nicht nur die strategische Bedeutung des Energiesektors, in dem das Prinzip nationalstaatlicher Souveränität vorherrscht, sondern auch die sehr unterschiedlichen Ausgangslagen der einzelnen Staaten, die mit Blick auf Klimawandel, Energiesicherheit und die wirtschaftliche Wohlfahrt differierende Strategien verfolgen. Größtes Defizit der Organisationen ist es, dass sie vielfach nicht mehr die realen Energieströme widerspiegeln: insbesondere Brasilien, Indien, China und Südafrika bleiben meist außen vor. Globale Initiativen im Rahmen der G7/8, G20 oder UN sind punktueller Natur, die Umsetzung von Deklarationen ein Schwachpunkt und rechtliche Verbindlichkeit Fehlanzeige. Generell steht die Staatengemeinschaft vor der großen Herausforderung, die Transformation hin zu einem low-carbon basierten Energiesystem erreichen zu müssen und gleichzeitig die konventionelle, d.h. fossil-basierte Energieversorgung für einen Übergangszeitraum zu gewährleisten, ohne diese zu perpetuieren. Institutionell müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben, dieser Herausforderung wirkungsvoll zu begegnen.

SWP-Literatur

Treffer 11 bis 19 von 19
Anfang | Zurück | 1 2 | Weiter | Ende
Kirsten Westphal

Die Energiewende global denken

SWP-Aktuell 2012/A 37, Juli 2012, 8 Seiten
Stephan Roll

»Strahlende Zukunft«?

Der Bau von Atomkraftwerken in der arabischen Welt

in: Barbara Lippert, Volker Perthes (Hg.)
Ungeplant ist der Normalfall

Zehn Situationen, die politische Aufmerksamkeit verdienen

Beiträge zu Sammelstudien 2011/S 32, November 2011, 50 Seiten, S. 11-14
Tobias Belschner, Kirsten Westphal

Die G20 und der Abbau von Energiesubventionen

Das Übel der Preisverzerrungen an der Wurzel gepackt?

SWP-Aktuell 2011/A 37, August 2011, 8 Seiten
Jörn Richert, Sybille Röhrkasten, Claudia Zilla

Markt und Meinungen

Energetische Ressourcen - Erdöl und Biokraftstoffe

in: Stormy-Annika Mildner (Hg.)
Konfliktrisiko Rohstoffe?

Herausforderungen und Chancen im Umgang mit knappen Ressourcen

Beiträge zu Sammelstudien 2011/S 05, Februar 2011, 228 Seiten, S. 91-129
Uwe Halbach, Kamran Musayev

EU–Aserbaidschan: Nicht nur Energiepartner

Politische Reformen und friedliche Konfliktbearbeitung sollten mehr Gewicht bekommen

SWP-Aktuell 2011/A 11, März 2011, 8 Seiten
Heinz Kramer

Die Türkei als Energiedrehscheibe

Wunschtraum und Wirklichkeit

SWP-Studie 2010/S 09, April 2010, 36 Seiten
Isabelle Werenfels, Kirsten Westphal

Solarstrom aus Nordafrika

Rahmenbedingungen und Perspektiven

SWP-Studie 2010/S 03, Februar 2010, 40 Seiten
Susanne Dröge, Oliver Geden, Kirsten Westphal

Internationale Energie- und Klimapolitik

Spielräume für Akzentsetzungen der Bundesregierung

SWP-Aktuell 2009/A 59, November 2009, 8 Seiten
Kirsten Westphal

Medwedjew beim Wort nehmen

Der Energiecharta-Vertrag und der Vorschlag des russischen Präsidenten für ein internationales Energierahmenabkommen

SWP-Aktuell 2009/A 42, Juli 2009, 4 Seiten
Treffer 11 bis 19 von 19
Anfang | Zurück | 1 2 | Weiter | Ende
 

Der SWP-Newsletter informiert Sie etwa einmal in der Woche über die Neuerscheinungen der SWP.
Abonnieren

Für die Suche nach Literaturhinweisen, Volltexten und internationalen Abkommen im Bereich Internationale Beziehungen und Länderkunde steht das Fachportal IREON zur Verfügung.

Neue Bücher

Annegret Bendiek
Europa verteidigen

Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union


Hanns Maull (Hg.)
The Rise and Decline of the Post-Cold War Order