Hanns Günther Hilpert

Halbinsel der Dynastien

Präsidentenwechsel im Süden – Schalmeienklänge aus dem Norden

SWP-Aktuell 2013/A 06, Januar 2013, 4 Seiten

Park Geun-hye, die Tochter des früheren Militärmachthabers Park Chung-hee, hat die Präsidentschaftswahlen in Südkorea am 19. Dezember 2012 klar für sich entschieden. Mit dem Sieg bleibt zwar das Präsidentenamt weitere fünf Jahre in konservativer Hand. Innen- und außenpolitisch jedoch hatte sich Park Geun-hye im Wahlkampf von ihrem Amtsvorgänger deutlich abgegrenzt und einen markanten Kurswechsel versprochen. In Bezug auf das Verhältnis zum Norden kündigte sie eine Politik der Vertrauensbildung an. Dabei hatte Nordkorea noch in der Endphase des Wahlkampfs mit dem erfolgreichen Start einer Langstreckenrakete militärische Stärke demonstriert. Dann aber proklamierte Kim Jong-un, Enkel des Staatsgründers Kim Il-Sung und selbsternannter oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea in seiner Neujahrsbotschaft überraschend einen radikalen Wechsel nicht nur in der Wirtschaftspolitik, sondern auch in den Beziehungen zum Süden. Somit stellt sich die Frage, ob den neuen Führungsgenerationen in Seoul und Pyöngyang ein Neustart in den innerkoreanischen Beziehungen gelingen kann.

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