Eckhard Lübkemeier, Nicolai von Ondarza

Im Schatten der Poly-Krise

Leitlinien für eine Erneuerung der EU nach dem Jubiläums-Gipfel in Rom

SWP-Aktuell 2017/A 15, März 2017, 8 Seiten

Die Europäische Union ist seit Jahren in einem kritischen Zustand. Vertrauen und Solidarität unter den Mitgliedstaaten haben schwer gelitten, die wirtschaftlichen und sozialen Erschütterungen der Finanz- und Schuldenkrise sind noch immer nicht überwunden. 60 Jahre nach Unterzeichnung der Gründungsverträge verlässt Großbritannien die Union, zugleich haben EU-kritische Positionen europaweit an Zustimmung gewonnen. Ein Befreiungsschlag ist kurzfristig nicht in Sicht – dafür fehlen politische Mehrheiten, erst recht in einem Wahljahr wie 2017. Zwar hat sich die EU als robuster erwiesen als von ihren Gegnern erhofft, die Gefahr einer weiteren Erosion ist jedoch nicht gebannt. Die Erneuerung Europas durch längerfristige Reformen muss von den Mitgliedstaaten ausgehen. Sie müssen den Mehrwert kollektiven europäischen Handelns demonstrieren und wo nötig bereit sein, in kleineren Reformkoalitionen voranzuschreiten.

SWP-Studien

Hanns Günther Hilpert
Japans multiple Handelspolitik

Die Chancen des europäisch-japanischen Freihandelsabkommens


Sabine Riedel
Pluralismus im Islam – ein Schlüssel zum Frieden

Erfahrungen aus dem Irak, Syrien, Türkei, Ägypten und Tunesien im Vergleich