Thomas Paulsen

Die Jugoslawienpolitik der USA 1989-1994

Begrenztes Engagement und Konfliktdynamik

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Dezember 1994, 190 Seiten ISBN 3-7890-3786-9 [AMP, Bd. 39]

Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien wird oft als ein vorrangig europäisches Problem begriffen. Eine Analyse der westlichen Jugoslawienpolitik muß jedoch die Rolle der USA als westliche Führungsmacht und einzig verbliebene Weltmacht einschließen. Zum einen sind die internationalen Vermittlungsbemühungen ohne Engagement der USA zum Scheitern verurteilt, zum anderen geht es auf dem Balkan auch für die USA um die Stabilität in Europa sowie um die Glaubwürdigkeit westlicher Sicherheitsinstitutionen. Die Studie zeigt, wie die USA auf diese Herausforderungen des Jugoslawienkonflikts reagiert haben. Die Analyse reicht von der vorsichtigen und distanzierten Politik unter Präsident Bush bis zu dem diplomatisch wie militärisch aktiveren Ansatz der Clinton-Administration im Frühjahr 1994. Neben den außenpolitischen Entscheidungsprozessen in Washington, D.C., gilt das Interesse des Autors vor allem der amerikanischen Haltung hinsichtlich eines militärischen Eingreifens und erkennbaren Defiziten der amerikanischen Diplomatie. Die Studie prüft schließlich die Folgen der amerikanischen Jugoslawienpolitik für die transatlantischen Beziehungen und die Zukunft der NATO.

 

SWP-Aktuell

Laura von Daniels, Susanne Dröge, Alexandra Bögner
WTO-Streitschlichtung: Auswege aus der Krise

Drei Optionen für die EU, mit der US-Blockade umzugehen


Eric J. Ballbach
Das »window of opportunity« in Korea schließt sich

Zum Stand der US-Nordkorea-Beziehungen und zu den Herausforderungen für die EU