Klaus-Dieter Schwarz

Amerikanische Weltmacht im Wandel

Halbzeitbilanz der Clinton-Administration

Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft, Dezember 1994, 173 Seiten ISBN 3-7890-3868-7 [AMP, Bd. 41]

Das Buch behandelt vor dem Hintergrund des weltpolitischen Wandels Anspruch und Wirklichkeit der amerikanischen Politik in der ersten Halbzeit der Clinton-Administration: die innenpolitischen Probleme und das Scheitern der Sozialreformen, die Wirtschaftspolitik und die Umsetzung des Primats der Ökonomie in der Außenpolitik, die Fehler und Erfolge im Krisenmanagement, die Verteidigungs- und Nonproliferationspolitik. Das Paradoxe an der Leistungsbilanz der Clinton-Regierung ist: In der Innenpolitik, für die sie die größere Kompetenz zu haben schien, hat sie versagt, während in der Wirtschafts- und Außenpolitik ihre Erfolge beachtlich waren. Allerdings hat sie nach Mißerfolgen den Vorsatz, amerikanische Weltmacht multilateral einzusetzen, weitgehend aufgegeben und unilaterales Handeln oder Nichthandeln vorgezogen. Nach dem Sieg der Republikaner in den Zwischenwahlen erhebt sich die Frage: Wird sich die Tendenz zum Unilaterismus fortsetzen und verschärfen, oder setzen sich die internationalistischen Kräfte in beiden Lagern des Kongresses durch? Der beginnende Wahlkampf um die Präsidentschaft 1996 läßt einen neuen Konsens in der Außenpolitik so bald nicht erwarten. Unter diesen Umständen bleibt die Suche nach amerikanischer Führung in der Weltpolitik vergeblich und das „Durchwursteln“ der Staaten durch die Probleme der neuen Weltunordnung wahrscheinlich.

 

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