Mapping Local Landscapes in the Syrian Conflict: Actors, Networks and Structures (abgeschl.)

Das Ausbleiben einer politischen Lösung für den Syrienkonflikt hat die Rolle lokaler Akteure in den Rebellengebieten hervorgehoben, vor allem bei der Errichtung neuer, gebietsspezifischer Strukturen, welche den Zusammenbruch der zentralen Staatsgewalt kompensieren sollen.

Durch die Intensivierung der Kampfhandlungen des syrischen Regimes und dessen Bemühungen Gebiete zurückzuerobern wurde starker Druck auf lokale Akteure ausgeübt, neue Zusammenschlüsse zu bilden oder sich jihadistischen Gruppierungen in ihrem Kampf gegen Assad anzuschließen. Trotzdem waren gerade Aktionen von lokalen Akteuren ausschlaggebend bei der Verhinderung einer generellen Übernahme von Gebieten außerhalb der Autorität Assads im Norden, Zentrum und Süden des Landes. In bestimmten Fällen gelang es lokalen Netzwerken, den Einfluss jihadistischer Gruppen zu vermindern oder deren Präsenz sogar ganz zu unterbinden. Es ist also unumgänglich, die Dynamik dieser lokalen Gruppierungen zu verstehen – gerade wenn eine Einigung im syrischen Bürgerkrieg erzielt werden soll, seien es demokratische Reformen, ein neuer dezentraler Staat oder ein vereinter Schlag gegen die Jihadisten in Syrien.

Das Projekt ist in der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der SWP angesiedelt.

Projektlaufzeit und Förderer

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt und dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) finanziert und ist auf den Zeitraum Januar bis Dezember 2017 angelegt.

Projekt-Beteiligte

Leitung: Isabelle Werenfels
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Khaled Yacoub Oweis
Assistenz: Pelican Mourad, Stefan Wolfrum

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