Flucht, Migration und Entwicklung

Das Forschungsprojekt »Flucht, Migration und Entwicklung – Herausforderungen und Handlungsmög­lichkeiten für deutsche und europäische Politik« schließt an das von 2015–2018 bearbeitete Projekt „Fluchtbewegungen und Entwicklungszusammenarbeit – Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für deutsche und europäische Politik“ an. Dabei nimmt es einen Perspektivwechsel vor und bezieht auch Migrationsaspekte in die Untersuchungen ein. Besondere Aufmerksamkeit gilt den entwicklungspolitisch relevanten Schnittstellen von Flucht und Migration. Im Mittelpunkt steht die politikbegleitende Analyse, welche Aspekte aus entwicklungspolitischer Sicht relevant sind, welche Interessen die Partnerstaaten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verfolgen und welche internationalen, europäischen und deutschen Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Thematische Schwerpunkte:

  • Inhaltliche und institutionelle Entwicklung der Global Migration Governance und der Umsetzung der Globalen Pakte für Flucht und Migration,

  • EU-Asyl- und Migrationspolitik, insbesondere in Hinblick auf Afrika und die asyl- und migrationspolitischen Interessen der Partnerländer,

  • Entwicklungspolitische Aspekte der deutschen Asyl- und Migrationspolitik, insbesondere in Hinblick auf das Fachkräftezuwanderungsgesetz, transnationale Ausbildungspartnerschaften und eine wirksame, nachhaltige und menschenrechtskonforme Rückkehr- und Reintegrationspolitik,

  • Wanderungsursachen, insbesondere Motive für und gegen Wanderungsentscheidungen und deren Zusammenhänge mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.


Neben der thematischen Arbeit nimmt das Projekt wie bereits das Vorgängerprojekt eine Koordinierungsrolle ein, um den fachlichen Austausch und die Kooperation zwischen den vom BMZ finanzierten Forschungsprojekten zu Flucht und Entwicklung zu fördern. In diesem Rahmen veranstaltet das Projekt sogenannte Vernetzungsworkshops. Zum Teilnehmerkreis gehören das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie die politischen Stiftungen.

Diese Vernetzungsworkshops werden ergänzt durch einen regelmäßigen Austausch mit europäischen Forschungs- und Evaluierungseinrichtungen. Zusätzlich veranstaltet das Projekt internationale Workshops und Konferenzen zu den Projektthemen.

 

Projektlaufzeit: Januar 2019-Dezember 2021

Projektleiter: Dr. Steffen Angenendt

Projektmitarbeitende: Nadine Biehler, David Kipp, Nadine Knapp, Dr. Anne Koch, Amrei Meier

Projektförderung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

SWP-Aktuell

Kai-Olaf Lang
Polens unersetzbarer Partner

Warschau vertieft den sicherheitspolitischen Bilateralismus mit den USA


Oliver Geden, Susanne Dröge
Vorausschauende Governance für Solares Strahlungsmanagement

Herausforderungen und Handlungsoptionen für die internationale Klimapolitik


SWP-Studien

Steffen Angenendt, Nadine Biehler, David Kipp, Amrei Meier
Mehr Flüchtlinge, unzureichende Finanzmittel

Wie kann der internationale Flüchtlingsschutz finanziert werden?


Marco Overhaus
Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Konventionelle und nukleare Sicherheitszusagen der USA in Europa