International Environmental Governance: Reform der UN-Institutionen für Umwelt und Nachhaltigkeit (abgeschl.)

Projektleitung: Dr. Susanne Dröge
Mitarbeiter/innen: Dr. Marianne Beisheim, Dr. Birgit Lode, Nils Simon

Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Dieses Projekt ist ein Nachfolgeprojekt von Globale Umweltpolitik: Möglichkeiten für eine effizientere Governancestruktur.

Die Staatengemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, auf der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung 2012 in Rio de Janeiro die institutionelle Struktur der nachhaltigen Entwicklung auf den Prüfstand zu stellen. In diesem Rahmen wird auch das System der internationalen Umweltgovernance (IEG) überdacht werden, das unter hoher institutioneller Fragmentierung, unklaren Zuständigkeiten und unzureichender Finanzierung leidet. Mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) steht eine personell und finanziell schwach ausgestattete Behörde im Zentrum der Umweltgovernance-Architektur, die ihren Pendants in der Wirtschafts- und Nachhaltigkeitsgovernance kaum auf Augenhöhe begegnen kann.

Von der Staatengemeinschaft diskutierte Vorschläge zur Reform des IEG-Systems umfassen inkrementelle bis umfassende Umbaumaßnahmen, die von einer weiteren behutsamen Aufwertung UNEPs bis zur Schaffung einer UN-Umweltorganisation (UNEO) reichen. In dem Projekt werden die unterschiedlichen Modelle zu einer Reform des Systems der internationalen Umweltgovernance analysiert. Es wird danach gefragt, welche Reformoptionen in Anbetracht der komplexen Governance-Architektur mit ihrer Vielzahl unabhängiger Institutionen überhaupt möglich sind, und welche institutionellen Arrangements die gewünschten Funktionen des Systems erfüllen könnten.