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Transnationale Governance-Ansätze für nachhaltige Rohstofflieferketten im Andenraum und im südlichen Afrika

Die Nachfrage nach metallischen Rohstoffen wird sich allen Erwartungen nach in den kommenden Jahren weiter erhöhen, insbesondere im Kontext von Energiewende, Elektrifizierung von Mobilität und Digitalisierung der Wirtschaft. Neben Debatten um die Diversifizierung von Rohstoff- und Güterproduktion und der Wahrnehmung von Lieferbeziehungen als Sicherheitsproblem und –risiko kommt der Dimension der Stabilität und Resilienz von Lieferketten eine wichtige Bedeutung zu.

Deutschland ist mit seiner exportorientierten Wirtschaft ohne substanziellen eigenen Abbau von Rohstoffen besonders abhängig von Rohstoffimporten. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die deutsche Politik auch eine herausgehobene Rolle bei der Gestaltung nachhaltiger Lieferketten und der Förderung der Einhaltung von Menschenrechten einnehmen kann.

Das Forschungsprojekt untersucht anhand eines transregionalen und intersektoralen Vergleichs die Durch- und Umsetzung freiwilliger und verbindlicher Standards sowie die Rolle staatlicher Akteure. Dafür analysiert es den Rohstoff Kupfer aus den Andenländern Peru und Chile sowie den Rohstoff Platin aus zwei Ländern des südlichen Afrikas, Simbabwe und Südafrika. Durch die Untersuchung anhand zweier Metalle mit verschiedenen Kontextbedingungen sollen allgemeingültige sowie spezifische Ansatzpunkte für die Gestaltung nachhaltiger Lieferketten von der Rohstoffförderung bis zur Verarbeitung ermittelt werden.

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie die deutsche Bundesregierung und insbesondere die Entwicklungspolitik in Multi-Akteurspartnerschaften mit Unternehmen eine standardgemäße Governance im Rohstoffbereich herstellen kann. Ziel ist es, die Potentiale und Risiken entlang von Rohstofflieferketten zu analysieren und Ansatzpunkte für deren nachhaltige Gestaltung durch Unternehmen und Politik zu identifizieren.

Das Projekt kooperiert eng mit dem Forschungsnetzwerk nachhaltige globale Lieferketten unter der Leitung von Prof. Dr. Günther Maihold.

Laufzeit: Juli 2020–Juni 2023

Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

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