Das "Deutsche Institut für Internationale Politik und Sicherheit" der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung in allen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der SWP tragen durch Analysen und Veröffentlichungen sowie ihre Mitwirkung an nationalen wie internationalen Fachdialogen zur Meinungsbildung in ihrem Arbeitsgebiet bei.
Der Stiftungsrat ist das oberste Aufsichts- und Entscheidungsorgan der SWP. Neben Vertretern der Bundestagsfraktionen und verschiedener Bundesministerien gehören ihm Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben an. Er bestellt die Leitung des Instituts, billigt den Orientierungsrahmen der Forschungsarbeit und garantiert deren Unabhängigkeit.
Der Forschungsbeirat berät das Institut in fachlichen und fächerübergreifenden Fragen des wissenschaftlichen Arbeitsprogramms.
Die SWP wurde auf private Initiative im Jahre 1962 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts in München gegründet und hatte bis Ende 2000 ihren Sitz in Ebenhausen bei München. Seit der Deutsche Bundestag im Januar 1965 einstimmig beschloß, der Gründung einer "unabhängigen Forschungsstelle" beizutreten, wird das Institut aus Bundesmitteln finanziert. Hinzu kommen Drittmittel von deutschen und ausländischen Forschungsförderungseinrichtungen.
Seit Januar 2001 ist die SWP in Berlin ansässig. Auf Beschluß des Stiftungsrates wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des früheren Kölner "Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien" (BIOst)* sowie der gegenwartsbezogenen Abteilung des Münchner "Südost-Instituts" (SOI) in das Institut der SWP integriert.
Derzeit sind über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit der SWP tätig. Darüber hinaus arbeiten jährlich bis zu 60 weitere Personen als z.B. Gastwissenschaftler, Stipendiaten, Projektmitarbeiter und Praktikanten im Institut.
* Digital vorliegende BIOst-Publikationen (ab 1995) sind im Volltext im "Social Sciences Open Access Repository" (SSOAR; dort suchbar mit dem Suchwort "BIOst") nachgewiesen. Ältere BIOST-Veröffentlichungen werden derzeit in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek digitalisiert und in absehbarer Zeit in der "Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa" (ViFaOst) zu finden sein.