Umbruch in der arabischen Welt

Seit Beginn des "Arabischen Frühlings" im Dezember 2010 hat sich die Situation in der arabischen Welt drastisch verändert. In Tunesien, Ägypten, Libyen und im Jemen sind autoritäre Führungsspitzen abgelöst und Übergangsprozesse eingeleitet worden. Diese Länder stehen vor langwierigen Transformationen unter schwierigen Bedingungen und mit ungewissem Ausgang. In Syrien ist der bewaffnete Machtkampf in einen Bürger- und Stellvertreterkrieg eskaliert. In Bahrain ist die Protestbewegung mit Hilfe der Intervention der Golfkooperationsstaaten zunächst unterdrückt worden, doch die Situation ist keineswegs befriedet. Auch in denjenigen Ländern, in denen die Proteste (noch) nicht in einen offenen Machtkampf eskaliert sind, sehen sich die Führungen unter Druck, ihre Legitimität - durch Reformen oder Wohlfahrtsleistungen - zu erneuern.

Das Dossier gibt einen Überblick über die Folgen der Proteste und Revolten in der Region (Kapitel "Regionale Entwicklungen"), über die Situation in einzelnen Ländern (Kapitel "Politik und Gesellschaft einzelner Länder") sowie über Motive und Strategien internationaler Akteure gegenüber der Region (Kapitel "Internationale Politik gegenüber der Region"). In jedem der Kapitel findet sich eine Zusammenstellung aktueller SWP-Publikationen zum Thema. Die "Aktuelle Kurzbibliographie" gibt Hinweise auf SWP-Literatur, Literatur externer Autorinnen und Autoren sowie auf Weblinks zu deutsch- und englischsprachigen Informationsquellen.



Die regelmäßige Überarbeitung des Dossiers erfolgt im Rahmen des Projekts „Elitenwandel und neue soziale Mobilisierung in der arabischen Welt“, das in der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika angesiedelt ist. Es soll die von der Bundesregierung aufgelegten Transformationspartnerschaften analytisch unterfüttern und forschend und politikberatend begleiten. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen der Transformationspartnerschaften mit der arabischen Welt sowie der Robert Bosch Stiftung und kooperiert mit dem Studienwerk der Heinrich Böll Stiftung sowie dem Institut für Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung.

 

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