Herausforderung Klimawandel

Heizkraftwerk in Moskau; Quelle: dpa-picturealliance

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Der Klimawandel wird inzwischen von vielen Staaten als eine der wichtigsten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts betrachtet. Dabei gilt es zum einen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, um das Ausmaß des Klimawandels zu begrenzen (mitigation); zum anderen geht es darum, Anpassungsmaßnahmen zu treffen, um die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu bewältigen (adaptation).

2015 soll im Dezember in Paris auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention ein neues, umfassendes Klimaabkommen für die Zeit nach 2020 auf den Weg gebracht werden. Das Vorgehen in der internationalen Klimapolitik ist politisch höchst umstritten.

Das Kyoto-Protokoll ist der derzeit einzige völkerrechtliche Vertrag, in dem sich Staaten verpflichtet haben, den Ausstoß von Treibhausgasen um vorgegebene Zielwerte zu reduzieren. Eine Fortsetzung in Form einer zweiten Verpflichtungsperiode wurde bei der VN-Klimakonferenz in Katar 2012 auf den Weg gebracht. Das neue Abkommen ab 2020 soll dem Anspruch gerecht werden, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal zwei Grad Celsius in diesem Jahrhundert zu begrenzen, die Anpassung an den Klimawandel und die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen zu regeln. Auch die Anerkennung möglicher Schäden und Verluste aus dem Klimawandel wird Gegenstand der Verhandlungen sein. Als Herangehensweise an den Klimaschutz sollen freiwillige, national bestimmte Klimaziele von allen Vertragsstaaten gemeldet werden, die in einer noch festzulegenden verbindlichen Form Teil des Abkommens sein sollen. Auch die Finanzierung der internationalen Klimaschutz- und –anpassungsmaßnahmen über den Grünen Klimafonds (Green Climate Fund) gehört zum Kern eines neuen Klimaregimes. Viele Länder sind zögerlich, vor allem große Schwellenländer, die stärker in die Verantwortung genommen werden sollen. Die EU und seit 2013 auch die USA streben einen Erfolg in Paris an.

Im SWP-Themendossier werden globale Verhandlungsprozesse und Governance-Strukturen sowie weltweite Schlüsselakteure und deren Interessen analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der europäischen Klimastrategie liegt. Schließlich ist auch den sicherheitspolitischen Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel ein Kapitel gewidmet. In jedem Kapitel wird die SWP-Literatur zum Thema gebündelt. Unter Weiterführendes Material finden Sie unter anderem Links zu wichtigen Organisationen und Berichten sowie zu Glossaren und Analyseinstrumenten zur Klimapolitik; zudem wird auf weiterführende Literatur verwiesen.

 

 

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Mit vier anderen europäischen Instituten bildet die SWP ein neues klimapolitisches Think Tank-Netzwerk: EU Think Tank Platform for Paris 2015 – What’s in for Europe? mehr

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