Die EU als globaler Akteur

 

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Mit der Verabschiedung der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) verschrieben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Dezember 2003 dem Ziel, die EU zu globaler Handlungsfähigkeit zu führen. Tatsächlich haben sich die Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU in den vergangenen Jahren mit enormer Geschwindigkeit weiterentwickelt. Neben ihrem Eintreten für Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Menschrechte hat die EU insbesondere durch ihre nunmehr 24 Einsätze (zivil, militärisch, zivil-militärisch) entscheidende Beiträge zu internationalen Krisenmanagement geleistet.

Im Rahmen ihrer Gemeinsamen Außenpolitik ist die EU gegenwärtig vor allem mit dem Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) sowie mit der Fortentwicklung ihrer strategischen Partnerschaften mit den USA, Russland, aber auch mit aufsteigenden Mächten wie China oder Brasilien befasst. Eine ganz besondere Herausforderung, die bereits viele Defizite sowohl institutioneller als auch politischer Natur hat erkennen lassen, sind die Umbrüche in Nordafrika.
In der Sicherheitspolitik steht neben dem Ausbau von Fähigkeiten des Krisenmanagements insbesondere zur Diskussion, wie die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Sicherheitspolitik der Mitgliedstaaten auf die Fortentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU durchschlagen.

Die genannten Herausforderungen bestimmen die Arbeit zahlreicher Kolleginnen und Kollegen an der SWP. In der Forschungsgruppe EU-Außenbeziehungen arbeiten Annegret Bendiek zur außenpolitischen Dimension des EU-Handels, Ronja Kempin und Marco Overhaus sind mit Fragen des europäischen Krisenmanagements und der Weiterentwicklung der strategischen, politischen wie operativen Dimensionen der GSVP befasst. Institutionelle Fortentwicklungen der EU-Außen- und Sicherheitspolitik stehen auf der Agenda der Forschungsgruppe EU-Integration, wo Julia Lieb zum EAD und Nicolai von Ondarza zu Entscheidungsprozessen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik arbeiten. Rüstungsfragen sowie die strategische Dimension der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden vornehmlich in der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik behandelt, hier vor allem von Claudia Major sowie Christian Mölling und Marcel Dickow aus dem Rüstungscluster

 

Literatur von SWP-Autorinnen und Autoren

Die GASP (Ziele und Neuausrichtung sowie EAD)

Weiterentwicklung der GSVP

Auswirkungen der Finanzkrise

EU-Krisenmanagement

Neu in den Themendossiers

Seit Beginn des "Arabischen Frühlings" im Dezember 2010 hat sich die Situation in der arabischen Welt drastisch verändert. Mit einer umfassenden Überarbeitung des Dossiers "Umbruch in der arabischen Welt" trägt die Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika mit ihrem Projekt "Elitenwandel und neue soziale Mobilisierung in der arabischen Welt" dem Rechnung.
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Kurz gesagt

Mit ihrer Smart-Defence-Initiative wollen die NATO-Staaten ihre Armeen über die Finanzkrise retten. Doch dies kann nur gelingen, wenn sie bereit sind, dafür einen Teil ihrer Souveränität aufzugeben, meint Claudia Major.
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Dass Putin dem G8-Gipfel fernbleibt, eröffnet den G8 die Chance, sich noch stärker als Forum weltweit engagierter Demokratien zu etablieren, meint Lars Brozus.
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SWP in Brüssel

Ein direkter Draht von und nach Europa: Das Brüsseler Büro der SWP präsentiert Politik-Analysen und berät Entscheider in EU und der NATO. mehr

SWP-Studien

Katharina Gnath, Stormy-Annika Mildner, Claudia Schmucker
G20, IWF und WTO in turbulenten Zeiten

Legitimität und Effektivität auf dem Prüfstand


Christoph Harig, Claudia Zilla
Brasilien als »Emerging Donor«

Politische Distanz und operative Nähe zu den traditionellen Gebern